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Sportbuzzer-Zulieferung Keine gemeinsame Idee
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Keine gemeinsame Idee
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20:26 21.10.2018
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„Davor ziehe ich doch glatt meinen Hut.“ Leider war der TSV Pattensen gemeint, der von Brinkmann trainiert wird. Der 5:1-Auswärtssieg seiner Fußballer war es, der ihn so restlos begeisterte. Leere Blicke und totale Ratlosigkeit dagegen beim Landesligsiten VfL Bückeburg, bei dessen geheimnisvoller Talfahrt kein Ende abzusehen ist. Alle versuchen, Erklärungen zu finden, doch keiner hat eine, auch VfL-Trainer Torben Brandt nicht. „Vielleicht sind wir gar nicht so gut, wie wir dachten“, rätselte der nach Spielschluss.

Auf jeden Fall habe auch er sich das Zusammenfügen alter und neuer Mannschaftsteile reibungsloser vorgestellt. Seine bisherigen Erkenntnisse aus der Saison hören sich fatal an: „Es war noch keine Mannschaft wirklich schlechter als wir.“ Fatal war auch die erste Halbzeit des VfL Bückeburg, der mit einem 4-4-2-System diesmal mehr Druck ausüben wollte, bei dem aber erneut vieles schiefging.

Manchmal ging schon das erste Abspiel daneben, fast immer war der TSV Pattensen im Zweikampf griffiger. Die Gäste waren ballsicherer, gedankenschneller, eingespielter. Sie stellten die bessere Mannschaft. Als dann auch noch ein Querpass von Jakob Kühn vor dem eigenen Tor vor den Füßen von Nico Liedtke landete und der die 1:0-Führung für Pattensen erzielte (19.), die sich in den Minuten zuvor angebahnt hatte, bekam die Mannschaft von Brinkmann endgültig Oberwasser. Der VfL Bückeburg hatte bisweilen Probleme, überhaupt halbwegs wirkungsvoll in die Hälfte des Gegners einzudringen. Er hatte auch diesmal keine gemeinsame offensive Idee. Wenn mal was ging, dann allenfalls über Tobias Versick, der in der 24. Minute an Torwart Marten Krause hängenblieb. Es war die einzige Großchance des VfL Bückeburg in der ersten Halbzeit – typischerweise durch eine Einzelaktion. Pattensen erhöhte zwei Minuten vor dem Wechsel auf 2:0, als ein abgeblockter Schuss von Sascha Lieber genau bei Nico Schünemann landete.

Beim VfL war nach der Pause zumindest der Wille zur Wende zu spüren. Plötzlich wurden die Angriffe konkreter, plötzlich machten die Gastgeber Druck. Doch auch diesmal lief es denkbar dumm: Als Alexander Bremer auf 1:2 verkürzte (52.), beantwortete Darius Marotzke das nur zwei Minuten später mit Pattensens 3:1. Sein staubtrockener und messerscharfer 20-Meter-Freistoß schlug im Torwarteck ein. Pascal Pöhler war mittlerweile für den knieverletzten Patrick Spilker beim VfL-Kasten.

Das Spiel war gelaufen. Auch dass Brandt mit Luis Othmer und Jonas Abram zwei Verteidiger opferte und mit Bastian Könemann und Marcel Buchholz zwei offensive Kräfte brachte, änderte nichts mehr. Pattensen verteidigte seinen Vorsprung mühelos und setzte in der Schlussphase noch zwei schnelle Konter. Simon Hinske krönte in der 86. und 89. Minute mit dem 5:1-Endstand den nahezu perfekten Auftritt des TSV. VfL:

Spilker (46. Pöhler), P. Könemann, Abram (64. B. Könemann), Bremer, Hartmann, T. Versick, Othmer (64. Buchholz), Mensching, Kühn, Schröder, Fischer.