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Sportbuzzer-Zulieferung Konflikt eskaliert
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Konflikt eskaliert
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18:35 28.01.2019

Die Szene ist auf einem Video zu sehen, das von einem anderen Zuschauer auf dem Facebook-Kanal des Sportbuzzer Schaumburg gepostet wurde.

„Der Sicherheitsdienst war auch sofort zur Stelle, hat eine Eskalation verhindert“, sagt Marc-Oliver Kreft von der Sparkasse Schaumburg. Zudem sei der Eveser Spieler Burak Buruk sofort zur Stelle gewesen und habe Sharo aus dem Block gezogen, lobt Kreft. Er selbst habe „Scheiß SCR“-Rufe vernommen, so Kreft, der in der Sprecherkabine der Obernkirchener Kreisporthalle zur Turnierleitung gehörte. Sharo habe schon während des Endspiels auf die Rufe reagiert. „Ob das aber als Auslöser für die anschließende Aktion gereicht hat, weiß ich nicht“, sagt der Sparkassen-Mitarbeiter.

Der Sünder selbst hat sich ebenfalls auf Facebook zu Wort gemeldet: „Ich bin stolz darauf, was ich da gemacht habe.“ Sharo deutet an, dass seine Eltern, insbesondere seine Mutter, beleidigt wurden und er dies nicht hinnehmen wollte. Derjenige, der von Sharo geschlagen wurde, war dem Vernehmen nach gar nicht beteiligt – und auch nicht betrunken. „Ein Auetaler Fan war aber jenseits von gut und böse“, beobachtete Kreft von der Sprecherkabine. Auf dem Video ist zu sehen, dass eine Person fast hilflos durch den Block purzelt. SCA-Trainer Marco Gregor saß direkt neben dem Opfer im Block. „Es gab eine Verunglimpfung des SC Rinteln. Das war es aber auch. Sonst ist definitiv nichts gekommen, vor allem keine Beleidigungen gegen den Spieler oder seine Eltern. Vielleicht hat er da etwas missverstanden“, berichtet der Coach. Sharo habe sich nicht am Jubel seiner Mannschaft beteiligt, sondern sei direkt in den Block gestiegen. „Das war keine spontane Aktion.“

„Das Verhalten beiderseits ist nicht zu billigen“, sagt SCR-Keeper Luis Böhm, ebenfalls auf Facebook. „Vielleicht sollte man einmal darüber nachdenken, dass Ausschenken von Alkohol einzustellen“, so Böhm weiter, der seinen Mitspieler aber in Schutz nimmt: „Damit er sich zu so etwas hinreißen lässt, muss schon wirklich Schwerwiegendes vorgefallen sein.“

Was genau der Auslöser war, muss der zuständige Fußballbezirk Hannover klären. Sharo bekam von Schiedsrichter Alexander Sieker die Rote Karte zu sehen. Der Konflikt schwelt aber schon länger: Beide Mannschaften hatten bereits bei den Turnieren des SC Deckbergen-Schaumburg im Dezember und beim EMB-Cup des VfL Bückeburg Probleme miteinander. „Ich habe keine Ahnung, woher das kommt“, sagt Gregor, der auch im Gespräch mit seinem Pendant Uwe Oberländer vergeblich Ursachenforschung betrieben hat. „Wir haben sogar unabhängig voneinander beruhigend auf unsere Mannschaft eingewirkt“, sagt Gregor.

Aufseiten des Veranstalters, der Sparkasse, will man über das Thema Alkohol nachdenken. „Vielleicht führen wir im Innenraum ein Verbot ein“, so Kreft, der den Sicherheitsdienst lobt: „Das waren Vollprofis, die sonst die „Wilden“ von Hannover 96 im Zaum halten. Die Kontrollen waren extrem, aber wirksam.“ Es sei Sparkassen-Mitarbeitern nicht zuzumuten, die Kontrollen selbst durchzuführen. „Das ist eine unfassbare Arbeitserleichterung.“

Wie der Vorfall zeigt, sollte auch in Zukunft nicht auf einen Sicherheitsdienst verzichtet werden. „Es ist traurig, dass wir so etwas brauchen. Aber es ist besser, wenn Profis die Leute auseinanderhalten.“

von bastian borchers WALTRINGHAUSEN.

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