Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sportbuzzer-Zulieferung Konkurrenzdruck ist hoch
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung

Konkurrenzdruck ist hoch

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:39 28.08.2020
Der FC Stadthagen gehört für viele zu den Favoriten auf den Aufstieg.
Der FC Stadthagen gehört für viele zu den Favoriten auf den Aufstieg. Quelle: jö
Anzeige
von jörg bressem STADTHAGEN

Er gehörte in seinem ersten Kreisliga-Jahr zu den „großen drei“ und weil die Mitbewerber TuS SW Enzen und TSV Hagenburg mit dem Bezirksliga-Aufstieg belohnt wurden, bleibt der FC Stadthagen als einziger scheinbar übermächtiger Verein übrig. Dazu kommen die Neuzugänge des Sommers. Spieler wie Fatih Akkus, Yasin Korkmazyigit und auch Toni Bannert bringen handfeste höherklassige Erfahrung mit. Sie machen den FC Stadthagen wahrscheinlich noch stärker, durch sie ist die Rückkehr in den angestammten Bezirksfußball eigentlich programmiert.

Die Kreisstädter profitierten bei der Liste ihrer Neuzugänge auch davon, dass der bisherige Bezirksligist SV Lachem-Haverbeck und der Ex-Kreisligist SC Stadthagen ihr Geschäftsmodell änderten. An der Jahnstraße sammelten sich im Sommer versprengte Spieler auf der Suche nach einer Weiterbeschäftigung mit Niveau. Dass mit dem FC Stadthagen und der SG Bad Nenndorf/Riehe gleich zwei Meisterschaftsfavoriten in die Gruppe A der Kreisliga einsortiert wurden, traf bei einigen Mitbewerbern allerdings auf Unverständnis. Bezüglich der Vormachtstellung des FC Stadthagen kamen in der Vorbereitung jedoch gewisse Zweifel auf. Die Mannschaft verlor nicht nur gegen Bezirksligisten wie die SSG Halvestorf-Herkendorf (1:5) und den SC Rinteln (1:6) deutlich, sie leistete sich auch beim Nachbarn TSV Eintracht Bückeberge (1:2) einen peinlichen Ausrutscher. Zufall oder Systemfehler? Auf Trainer Thorsten Rinne, der mit Ismail Topcu für den ausgeschiedenen Ralf Fehrmann einen neuen Assistenten hat, kommt auf jeden Fall eine ungewohnte Aufgabe zu.

Früher machte er junge Spieler mit Erfolg besser, zum Beispiel in seiner Zeit beim VfL Bückeburg. Diesmal muss er aus unterschiedlichen, nicht immer einfachen Charakteren eine Mannschaft herausfiltern, die in der Kreisliga tatsächlich stabil Resultate liefert. Das ist zwar eine lösbare Aufgabe, wird angesichts des großen Kaders aber zwangsläufig zu Opfern führen. Was passiert, wenn sich erfahrene Kräfte mit langjährigem Bezirksliga-Hintergrund plötzlich auf der Bank wiederfinden? Wer von den selbstbewussten Neuzugängen ist gesetzt? Wer ist ein echter Führungsspieler, wer nur ein selbst ernannter? „Der Konkurrenzdruck ist hoch“, bestätigt Rinne. Die Ergebnisse der Vorbereitung würden für ihn kein Problem darstellen. „Sie waren unbefriedigend, aber der Erkenntnisgewinn war hoch“, sagt er. Nicht für jeden Spieler sei das erfreulich, und auch Niederlagen in der Vorbereitung seien hilfreich. Die Elf, die er im Kopf habe, habe ohnehin bisher noch nicht gemeinsam gespielt.

Zu der Frage, ob er gerne mit erfahrenen Spielern zusammenarbeite, sagt er: „Ich freue mich darauf, weil sie schon alles können.“ Insgesamt habe der FC Stadthagen eine gute Mischung zwischen jungen und erfahrenen Kräften. Alte oder junge Spieler gebe es für ihn sowieso nicht, nur gute oder schlechte. Dass der FC Stadthagen als Meisterschaftsfavorit eingestuft wird, findet Rinne korrekt. Mit Blick auf die Verstärkungen sei das absolut in Ordnung. Dass der FC Stadthagen in Rinteln im Abwehrzentrum mehrfach überlaufen worden sei, sei nicht allein ein Problem der Innenverteidigung: „Die Abwehrarbeit fängt beim Mittelstürmer an. Und Meisterschaften werden in der Defensive gewonnen.“