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Sportbuzzer-Zulieferung Manchmal fehlt die letzte Gier
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18:18 21.02.2020
Hoch hinaus: Fabian Stapel will mit seinen Enzern zurück in den Fußball-Bezirk. dak
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„Dennoch sind wir nur Zweiter“, sagte SWE-Coach Fabian Stapel. Der große Konkurrent TSV Hagenburg hat ein Spiel weniger ausgetragen, liegt in der Tabelle einen Punkt zurück.

Das erhöht in den verbleibenden Partien den Druck auf die Kontrahenten. Stapel hat auch den Tabellendritten FC Stadthagen („Definitiv eine Hausnummer“) noch auf dem Zettel. Wenn es draußen wieder losgeht, sind die Enzer saisonübergreifend seit annähernd einem Jahr ungeschlagen. „Das spricht für die Mannschaft, es geht aber immer mehr“. Eine Garantie auf den Aufstieg ist die Serie aber nicht. „Natürlich möchten wir es gern über den direkten Weg schaffen und der Relegation aus dem Weg gehen“, sagt Stapel. Aber die ebenfalls noch unbesiegten Hagenburger sind ein starker Gegner, „zudem müssen wir für unsere Tore mehr Aufwand betreiben“, so der Trainer. Das liegt vielleicht auch daran, dass Stapel in der Startelf oft variiert und so kein zur Gänze eingespieltes Team auf den Platz schickt. Das liegt zum einen an Verletzungen, zum anderen am starken Kader, denn jeder Spieler im Team ist ersetzbar, alle möchten kicken.

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Dass es auch anders geht, hat die Mannschaft bei den Kantersiegen gegen den SC Auetal (7:2) oder auch beim FC Hevesen (7:0) gezeigt. „Da sind wir bis zum Schluss marschiert. Das war schon ganz gut“, lobt der Trainer, der auch im nächsten Jahr bei den Enzern an der Seitenlinie steht. „Wir wollen unseren Tempofußball verbessern“, fordert Stapel, dazu müssen sich die Jungs auf dem Platz noch besser selbst coachen.“ Einer, der bei diesem Vorhaben nicht dabei sein kann, ist Joshua Kahlert. Der Mittelfeldspieler weilt für längere Zeit im Ausland. „Es fehlt ein erfahrener Taktgeber“, erklärt der Trainer. „Zudem machen wir es nach Führungen zu oft gemütlich“, hat Stapel erkannt, „da fehlt manchmal die letzte Gier.“

Die Enzer sind noch eine junge Mannschaft, die aber immer mehr reift. „Deshalb wäre es schön, wenn wir in den nächsten Jahren wieder in den Bezirk zurückkehren würden.“ Dass das Team gelernt und einen Prozess hinter sich hat, macht Stapel an drei Beispielen fest. Beim FC Stadthagen haben die Enzer in Unterzahl noch den Ausgleich erzwungen und bei der FSG Pollhagen-Nordsehl-Lauenhagen das Spiel bei sengender Hitze noch gedreht. Dem SV Victoria Lauenau reichte ein 2:0 nicht, Enzen gewann noch 3:2. „Diese Spiele hätten wir vor nicht allzu langer Zeit noch verloren“, ist sich Stapel sicher.

Zum Auftakt müssen die Schwarz-Weißen beim TuS Lüdersfeld antreten, dann geht es zum SC Auetal, ehe das Spitzenspiel gegen die Hagenburger ansteht. „Wir starten eklig“, sagt Stapel. Verlieren ist verboten, denn die Relegation soll nach Möglichkeit vermieden werden. „Da heiratet Kevin Wöbbeking – und er hat die ganze Mannschaft eingeladen. Das ist zusätzliche Motivation.“

Bilanz:

Der TuS SW Enzen steht ungeschlagen an der Tabellenspitze. Allerdings stehen bereits vier Remis auf dem Konto, zu viel, um bereits die Bezirksliga buchen zu können.

Prognose:

Die Enzer werden den Aufstieg über die Relegation schaffen müssen. Dem Team fehlt bei aller spielerischen Klasse nach wie vor der Killerinstinkt. Deshalb wurden in der Hinrunde auch die Spitzenspiele gegen den TSV Hagenburg und FC Stadthagen nicht gewonnen.