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15:30 25.01.2019
Maximilian Dohmeier erzielt eines seiner insgesamt zwei Tore. fotos: rg (2), tol (1), dak (2)

Die Grün-Weißen waren zu einem Benefizspiel zugunsten der SN-Weihnachtshilfe in die Kreisstadt gekommen, um gegen eine Schaumburger Auswahl anzutreten. Dass Minden mit 48:27 gewann, rückte am Ende des Abends in den Hintergrund. Veranstaltet wurde das Spektakel von der Volksbank in Schaumburg rund um Hauptorganisator Reinhard Stemme.

Vor einem ausverkauften Haus durften 14 Amateurspieler aus vier Schaumburger Vereinen einmal Profiluft schnuppern. Und die 500 Zuschauer taten ihr übriges dazu und ließen die Halle kochen. Bereits beim Einlaufen spürten die Spieler der HSG Schaumburg Nord, der HSG Exten-Rinteln, des VfL Stadthagen und des MTV Großenheidorn zum ersten Mal, was es heißt, bei den ganz Großen mitzuwirken. Hallensprecher Klaus Smolarek, der ansonsten die Kampa Halle in Minden ordentlich anheizt, machte das Einlaufen zu einer regelrechten Show, abgedunkelte Halle und Nebelmaschinen inklusive.

Und auch das Spiel reihte sich nahtlos in die Show ein. GWD war neben den WM-Fahrern Espen Christensen (Tor), Magnus Gullerud (Kreis), Kevin Gulliksen (Rechtsaußen) und einem am Oberschenkel verletzten Christoffer Rambo, der auf der Tribüne Platz nahm, vollbesetzt nach Stadthagen gekommen. Und auch wenn der Bundesligist direkt von Anfang an zeigte, dass es auch für ihn kein reines Spaßspiel war und mit 3:0 davon zog, ließ sich die Schaumburger Auswahl nicht davon einschüchtern. Thomas Tonkunas erzielte in der vierten Minute den ersten Treffer für die Auswahlmannschaft und löste so den Knoten. Andreas Lüer konnte mit einem starken Rückraum-Treffer die Grün-Weißen überraschen und Maximilian Dohmeier gelang es in der 17. Minute sogar den Rückstand auf den Bundesligisten auf nur noch zwei Treffer zu verkürzen (9:11). Bis fünf Minuten vor Ende der zweiten Halbzeit gelang es dem Team von Coach Frank Carstens nie so recht davon zuziehen. Dann wurde die Schaumburger Auswahl vorne jedoch zunehmend ungenau und GWD Urgestein Dalibor Doder verwandelte auf der anderen Seite immer wieder eiskalt. So hieß es zur Halbzeit 15:25.

In der Halbzeitpause hatte sich Organisator Stemme und Smolarek natürlich auch einiges an Unterhaltungsprogramm für das volle Haus ausgedacht. Zugunsten der SN-Weihnachtshilfe traten zehn Promis aus dem Kreis sowie ein Vertreter der GWD an den Siebenmeterpunkt und versuchten gegen Leon Grabenstein, Torwart des Bundesligisten, einen Treffer zu erzielen. Mit dabei waren Marc Fügmann (SN Chefredakteur), Hagen Rank (Vorsitzender Kreissportbund), Jörg Farr (Landrat), Oliver Theiß (Bürgermeister Stadthagen), Horst Schwarze (Bürgermeister Bückeburg), Reinhard Schreeck (Vorstand Volksbank in Schaumburg), Ricarda Stockhorst (Hagebauzentrum Altenburg in Stadthagen), Wilfried Krömker (Unternehmer in der Meidzintechnik), Birgit Schilling (Verkehrsverein Stadthagen), und GWD-Geschäftsführer Frank von Behren. Der Gewinner war letztendlich Hagen Rank. Alle anderen spendeten jeweils 100 Euro an die SN-Weihnachtshilfe.

Die zweite Halbzeit des Spiels stand ganz im Zeichen der Torhüter. „Ich habe in der Pause gesagt: ‚Es wäre schön, wenn wir jetzt auch mal anfangen würden, Bälle zu halten“, erklärte Auswahl-Trainer Henning Sohl mit einem Schmunzeln. Und diese anweisung nahmen seine beiden Torhüter Marcel Leye und Lars Pommer sehr ernst. Zuerst war es Pommer, der in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit gleich fünfmal gegen die Angreifer der GWD erfolgreich war. Und auch wenn seine Vorderleute, beispielsweise durch schöne Treffer über Außen von Till Herrmann, einnetzen konnten, gelang es den Grün-Weißen aus Dankersen durch schnelle Spielzüge und schön heraus gespielten Treffern davon zuziehen. So stand es noch 45 Minuten 21:34. Auch Leye sollte seinem Teamkollegen im Tor nichts nachstehen und hielt acht Minuten vor Schluss sogar einen Siebenmeter gegen Savvas Savvas. Dennoch gelang es den Mindenern sich am Ende eine 21-Torführung heraus zuspielen. Vor allem Mats Korte überzeugte dabei mit insgesamt elf Treffern voll und ganz. Auf Schaumburger Seiten war es Maik Bokeloh, der mit fünf Treffern der beste Torschütze seines Teams wurde. Besonders erfreulich zudem, dass alle Schaumburger, außer den Torhütern, einen Treffer erzielten.

Nach der Partie zeigten sich sowohl GWD-Coach Carstens als auch Auswahl-Trainer Sohl zufrieden mit dem Spiel. „Ich denke man konnte sehen, dass die Jungs Spaß daran hatten heute schönen Handball zu spielen und auch Spaß hatten hier vor diesem Publikum zu spielen“, so Carstens.

Und auch Sohl ist begeistert: „Man weiß ja vorher, dass so eine Auswahl keine Chance gegen einen Bundesligisten hat. Aber dafür, dass die Jungs sich teilweise gar nicht kannten, haben sie es super gemacht und mit 27 Treffern kann man mehr als zufrieden sein.“

Nach 2016 war es bereits das zweite Mal, dass der ehemalige Bundesliga-Profi Sohl eine Schaumburger Auswahl coachte und er gab zu, dass er es sofort wieder tun würde.

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