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Sportbuzzer-Zulieferung Miles Sydow gehört zur „Lindhorst-Connection“
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Miles Sydow gehört zur „Lindhorst-Connection“
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14:53 15.08.2019

„Bei uns wurde die Lage schon immer am Frühstückstisch vertieft durchgesprochen“, berichtet der entsprechend vorbelastete Miles Sydow.

Kein Wunder: Vater Karsten Sydow spielte früher selbst beim VfL Bückeburg, gehörte zu den Pokalhelden und infizierte seine Söhne mit dem Bazillus. Der ein Jahr ältere Marvin spielt in der U23 und auch Jan-Malte ist beim VfL Bückeburg und rückt in drei Jahren in den Herrenbereich auf. „Wenn wir zu mal dritt in einer Mannschaft spielen – das wäre was“, sagt Miles, der einer der vielen frischen Gesichter beim VfL Bückeburg ist, mit seinen 18 Jahren für den Landesligakader derzeit gesetzt zu schein scheint und sogar ständig in der Startelf steht. „Ich sehe ihn mit seiner Veranlagung grundsätzlich dort, aber natürlich muss es bestätigen“, gibt Cheftrainer Torben Brandt die Richtung vor.

Miles Sydow freut sich darüber, dass er schon im ersten Herrenjahr auf Anhieb dem Landesligakader zugeordnet wurde und ist selbst überrascht, sogar ständig aufgestellt zu werden. „Mit so viel Spielzeit hatte ich gar nicht gerechnet“, sagt er, zumal er derzeit in der Woche nicht mittrainieren kann, weil er zum Berufsschul-Blockunterricht in Oldenburg ist und erst am Freitag wieder zum Übungsabend erscheinen kann. Sydow macht eine Ausbildung beim Wasserverband Nordschaumburg und bleibt, wenn nicht alles täuscht, auf Dauer im Lande. Und wie sind nach zwei Punktspielen die ersten Erfahrungen im Herrenfußball? „Die Veränderung ist massiv“, berichtet Sydow. „Es ist taktisch ausgeprägter und es ist viel härter.“

Das ist seinem Spiel derzeit tatsächlich deutlich anzumerken. Während er beim Lüdersfelder Masters noch einige nette Tricks vorführte, hatte er in der Landesliga als Stürmer zuletzt große Probleme, im Zweikampf an stahlharten Abwehrspielern vorbeizukommen. Weil Sydow zum 2000er-Jahrgang gehört, wurde er ausnahmsweise mal nicht von Thorsten Rinne, sondern hauptsächlich von den Nachwuchstrainern Falko Rohrbach, Steffen Potthast und zwischendurch stark von Lars Reuther geprägt. „Sein Verlust berührt mich deshalb sehr“, sagt Sydow, der quasi das Mitglied einer „Lindhorst-Connection“ beim VfL Bückeburg ist, die Vater Karsten stark mitprägte. Er war früher Trainer des SV Sachsenhagen zu Bezirkszeiten und prägte in seinem Wohnort Lindhorst gemeinsam mit Jörg Othmer starke Nachwuchsjahrgänge, von denen der VfL Bückeburg heute profitiert. Spieler wie Marvin Steigmann, Jakob Kühn und Louis Othmer stammen aus dieser Linie. Nur Silas, der älteste Sydow-Sohn, hörte nach zwei Kreuzbandrissen mit dem Fußball auf. „Dass die ganzen Jungs zum VfL Bückeburg wechselten, kam über Thorsten Rinne zustande“, berichtet Karsten Sydow, der seine Söhne auch vom FC Schalke 04 überzeugte. An der Stelle kamen bei Sohn Miles allerdings zuletzt leichte Zweifel auf – wegen der diskriminierenden öffentlichen Ergüsse von Clemens Tönnies gegenüber Afrikanern: „Das will ich nicht hören und das geht gar nicht.“

Der VfL Bückeburg spielt am Sonntag beim Landesliga-Rückkehrer TSV Godshorn, der mit dem 2:2 bei der SpVgg. Bad Pyrmont erst ein Spiel absolvierte. Dass der Langenhäger Neuling zu beachten ist, zeigte sich in Pyrmont, wo Godshorn mit seiner 2:0-Führung durch Treffer von Neuzugang Till Wittmann und Maximilian Wittber nah am Auswärtssieg war und durch die beiden in der Schlussphase den Siegtreffer hätte erzielen können. Beim VfL Bückeburg ist nach den zwei knallharten Auftaktspielen der Leistungstand nur schwer einzuschätzen. Auch Torben Brandt war über den späten 3:3-Gegentreffer enttäuscht, sah aber gute Ansätze, zum Beispiel beim zweiten Bückeburger Treffer, bei dem seine Mannschaft den bestens organisierten SC Hemmingen-Westerfeld mit einem Gegenstoß überrumpelte. „So wollen wir spielen, so kommen wir auch gegen starke Gegner zu unseren Chancen“, sagt er. Gespannt darf man sein., ob Brandt mit dem Wechselspiel bei den Torwarten weitermacht, oder ob er nicht doch zunächst einmal auf Pascal Pöhler setzt, der auch in unserer Zeitung bekannt gab, das volle Vertrauen des Trainers zu benötigen. Alexander Bremer saß beim letzten Heimspiel als Auswechselspieler auf der Bank. Ihn plagt ein schmerzhafter Rippenbruch. „Zur Not beiße ich die Zähne zusammen“, sagt er.

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