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11:08 11.06.2020
Nele Eldracher und die Fußballerinnen des SC Deckbergen-Schaumburg können derzeit nur Technik und Torschuss Trainieren.
Nele Eldracher und die Fußballerinnen des SC Deckbergen-Schaumburg können derzeit nur Technik und Torschuss Trainieren. Quelle: isa
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Dort trainieren die Landesliga-Fußballerinnen des SC Deckbergen-Schaumburg nun wieder. Doch von Normalität ist noch nicht zu sprechen, alles steht im Zeichen von Corona.

Bereits zu Beginn des Trainings zeigt sich, es ist kaum etwas, wie es einmal war: Die Spielerinnen kommen meist einzeln und bereits umgezogen auf den Platz in Schaumburg. Lediglich die Schuhe werden noch gewechselt. Auch die Begrüßung mit den Mitspielerinnen muss deutlich reduzierter ausfallen als gewöhnlich. Doch die Fußballer haben einigen anderen Sportarten etwas Voraus: Sie dürfen wieder trainieren. Und das wissen die Deckbergerinnen auch zu schätzen. Es tut gut, wieder auf dem Platz zu stehen“, betont Offensiv-Spielerin Julia Linke.

Doch, dass auch die Fußballer noch weit von der Normalität entfernt sind, wird schnell deutlich. Bälle dürfen nicht mit den Händen berührt werden, Kopfbälle sind untersagt und auch der Abstand muss bei allen Übungen eingehalten werden. Klingt kompliziert. Ein Training zu gestalten sei aktuell dennoch alles anderes als schwierig, wie SC-Trainer Dirk Bredemeier erklärt: „Man kann sich ja nur auf Technik und Torschuss beschränken. Da fällt es nicht schwer, die Übungen auszuwählen.“ Besonders das Training der Mannschaftstaktiken sei nicht möglich und fehle sehr.

Dementsprechend sieht auch das Training der SC-Frauen aus: Zunächst wird an der Technik gearbeitet. Dribblings, Ball-Mitnahme, schnelle Pässe – all das steht auf dem Trainingsplan. Anschließend geht es mit langen Pässen, Flanken und Torschüssen weiter. Wer auf Zweikämpfe bei der Kontaktsportart gehofft hat, wird enttäuscht. Vielmehr muss bei allen Übungen auf die notwendigen Abstände geachtet werden.

„Das ist nicht vergleichbar mit dem eigentlichen Training“, weiß Linke die Situation einzuschätzen. Auch mit einer eigentlichen Vorbereitung auf die kommende Saison sei das Training derzeit nicht zu vergleichen, erklärt Bredemeier. „Die Fitness trainieren wir derzeit nur bedingt, da wir überhaupt nicht wissen, wann es wie weitergeht“, so der Coach. Derzeit steht noch nicht fest, wie der Niedersächsische Fußballverband mit der aktuellen Saison umgeht. Alle Anzeichen deuten aber darauf hin, dass beim Verbandstag am 27. Juni ein Abbruch der Saison beschlossen wird (wir berichteten). Doch ob dann die neue Spielzeit im Spätsommer wie gewohnt starten kann, ist ebenfalls noch unklar. Viele der Spielerinnen halten sich daher derzeit selbst fit, gehen neben dem zweimal wöchentlichen Training beispielsweise joggen.

Trotz all der Einschränkungen ist aber auch zu erkennen, dass die Fußballerinnen aus Deckbergen wieder viel Spaß daran haben, gemeinsam auf dem Platz zu stehen. „Man gewöhnt sich schnell an die neuen Umstände“, meint auch Spielerin Anna Bredemeier. Dennoch würden sich alle freuen, wenn es schnell zu alten Gewohnheiten übergehen würde. Aber immerhin ein Stück Normalität kehrt bereits in dieser Woche zurück: Nun dürfen die Umkleiden und Duschen der Vereine wieder benutzt werden. Und das bedeutet wohl auch noch ein Stück mehr Mannschaftsgefühl.