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Sportbuzzer-Zulieferung Mit Weltmeistern für den guten Zweck
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Mit Weltmeistern für den guten Zweck
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13:38 03.07.2019
Im Kreise der ehemaligen Profis: Beim FC Diabetologie gehören Ivan Klasnic (großes Bild), Thomas Helmer (unten links) oder auch Pierre Littbarski zu Uwe Wolffs Teamkollegen. fotos: pr.

Für Uwe Wolff, der sonst eigentlich die zweite Mannschaft des SV Obernkirchen in der 1. Kreisklasse trainiert, ist dies inzwischen Normalität. Er gehört zum FC Diabetologie, einem Team, das die deutsche Diabetes Hilfe „DiabetesDE“ 2014 ins Leben gerufen hat.

Das Ziel ist es, auf die Krankheit, die auf falsche Ernährung und zu wenig Bewegung zurückzuführen ist, aufmerksam zu machen. „Mehr als sieben Millionen Menschen leiden bereits an Diabetes, die Dunkelziffer liegt bei rund zwei Millionen erkrankten“, erklärt Wolff. Er selbst ist nicht erkrankt, jedoch mit vielen Diabetologen befreundet und kam so auch zu seinem Beruf. Er ist Vertriebsleiter eines Diabetes Fachhandels für den Bereich Deutschland.

Um Diabetes ins öffentliche Scheinwerferlicht zu rücken, hat sich DiabetesDE vor knapp fünf Jahren die Frage gestellt, wie möglichst viele Menschen sensibilisiert werden könnten. Schnell war man sich einig: Sport wäre eine gute Möglichkeit. Und weil Fußball nun mal das größte Interesse weckt, stand der Entschluss schnell fest, dass eine Fußballmannschaft ins Leben gerufen werden sollte. Das erste Team, ausschließlich aus Ärzten, Diabetekern, Beratern und Leuten aus der Industrie, erwies sich aber als nicht konkurrenzfähig. „Die Premiere gegen ein Landtagsteam ging haushoch verloren“, erinnert sich Wolff. „Da gab es nur wenige, die Ahnung vom Fußball hatten.“

Deshalb wurde ein Trainer gesucht, der die Kicker auf Zack bringen sollte. Die Anforderungen: Er muss die Spieler motivieren können, Ahnung und auch gerade Zeit haben. Die Wahl fiel auf den ehemaligen Bundesliga-Coach Christoph Daum, der sich auch dazu bereit erklärte und seitdem im Amt ist. Über glühende Kohlen, wie unter Daums Zeit in Leverkusen, müssen Wolff und seine Mitspieler aber nicht laufen. „Er erzählt aber bei jeder Trainingseinheit von diesen Geschichten.“

Im Anschluss kamen dann auch die ehemaligen Profispieler hinzu, um auf das Thema Diabetes weiter aufmerksam zu machen. Erst waren es Martin Max und Anderbrügge. Es folgten Klasnic, Hässler, Helmer, Moderator Gerhard Delling, sowie Waldemar Hartmann und Werner Hansch als Stadionsprecher. „Abgehoben sind die überhaupt nicht. Wir unterhalten uns, als wenn wir uns schon ein Leben lang kennen würde“, beschreibt Wolff den Kontakt.

Einen ähnlichen Turbostart haben sonst nur Vereine wie RB Leipzig hingelegt, mit dem Unterschied, dass der FC Diabetologie nicht für einen Energy-Drink wirbt, sondern für die gute Sache. Die bunt gemischte Truppe trifft sich knapp vier Mal im Jahr. Einmal wird trainiert, an den restlichen drei Terminen finden dann die Partien statt. „Häufiger schaffen wir es nicht, weil die Spieler ja aus allen Ecken Deutschlands kommen.“

Zu den Gegnern gehört jährlich der FC Bundestag, ein Team aus Abgeordneten oder auch, wie jetzt Anfang November, eine Leipziger Traditionsmannschaft – vermutlich aus ehemaligen Spielern des einstigen Erstligisten VfB Leipzig.

Wenn der SV Obernkirchen in der nächsten Saison sein 100-jähriges Jubiläum feiert, soll auch die Diabetes-Truppe in der Bergstadt auflaufen. „Ich habe meine Teamkollegen schon mal angefragt, aber es ist nicht ganz einfach, weil nächstes Jahr auch die Europameisterschaft stattfindet. Da sind viele als Experten für Fernsehsender im Einsatz.“ Zuversicht herrscht trotzdem, dass der Kick für den guten Zweck, möglicherweise gegen eine Schaumburger Auswahl, zustande kommt. Anderbrügge, Helmer, Daum und co. hätten sicherlich Lust für den guten Zweck zu kicken und nach den großen Stadien auch den Obernkirchener Ochsenbruch endlich mal bespielt zu haben.

Der Golfsport kennt das, woran es einigen Spielern in Mannschaftssportarten mangelt – die „Platzreife“. Unser Mitarbeiter Jörg Bressem hat es ausprobiert, schildert seine ersten Erfahrungen mit der immer beliebteren Sportart.

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