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Sportbuzzer-Zulieferung N. Kleiber und M. Steigmann vom VfR Evesen
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung N. Kleiber und M. Steigmann vom VfR Evesen
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19:54 23.08.2018
Marvin Steigmann (links) Nico Kleiber haben sich bereits jetzt als echte Verstärkungen für den VfR entpuppt. Quelle: jö
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von jörg bressem EVESEN

Beide haben beim Bezirksligisten VfR Evesen ihren Stammplatz fest gebucht, beide stammen aus Schaumburg und reiften andernorts zu starken Fußballern heran. Vor allem aber sind beide so stark, dass die Platzhirsche Caglayan Tunc und Burak Buruk eine neue Rolle finden müssen. Beim VfR Evesen hat unter Trainer Heiko Thürnau ein Umbruch begonnen.

Dass es Niko Kleiber beim Bezirksligisten auf Anhieb schaffte, ist bei seiner bisherigen Karriere eigentlich nicht verwunderlich. Der 23-Jährige war von der U15 bis zur U23 durchgängig bei Arminia Bielefeld. Bei jeder seiner Aktionen ist seine professionelle Ausbildung spürbar. Er zieht im Mittelfeld die Fäden, unaufgeregt, durchdacht und planmäßig. Kleiber hat eine feine Technik, verteilt die Bälle und er ist schon jetzt dabei, Burak Buruk als einzige Schaltzentrale abzulösen. Auch das trägt dazu bei, dass der VfR Evesen in Zukunft schlechter auszurechnen sein wird.

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Niko Kleiber spielte beim DSC Arminia in der A-Jugend-Bundesliga, war mit der U23 in der Oberliga Westfalen und wechselte vor zwei Jahren an den Wiehen zum SV Rödinghausen. Dort hätte er mit der Regionalliga den nächsten Schritt gemacht, trainierte auch im dortigen Kader mit, wurde letztlich aber nur in der Westfalenliga-Mannschaft zur Stammkraft. Empfindet er den Wechsel zum Bezirksligisten VfR Evesen als Rückstufung? „Auf keinen Fall“, sagt er. Er habe sich zuletzt mit einer langwierigen Schambeinentzündung abgeplagt und sei froh, überhaupt wieder vernünftig Fußball spielen zu dürfen. Evesen sei schließlich auch ein ambitionierter Verein. Kleiber stammt aus Bückeburg, wohnt aber schon lange in Minden und fuhr jahrelang mit der Bahn nach Bielefeld – zum Fußball, aber auch zum Job. In der Hauptstadt der Ostwestfalen machte er eine Ausbildung zum Kaufmann für Marketingkommunikation.

Der Werdegang von Marvin Steigmann spielte sich weiter östlich beim 1.FC Germania Egestorf/Langreder ab. In der dortigen Nachwuchsabteilung JFV Calenberger Land, bei der immer häufiger Schaumburger Talente anzutreffen sind, spielte er zuletzt in der Regionalliga. Zuvor war er bis zum A-Jugendalter beim TSV Havelse und in der B-Jugend beim VfL Bückeburg. Der 18-jährige startet beim VfR Evesen zwar gerade erst in seine erste Herrensaison, aber auch bei ihm ist die gute Ausbildung greifbar. Steigmann spielte beim Bezirksligisten bislang meist auf der rechten Angriffsseite. „Ich kann aber auch in der Mitte oder auf der linken Seite stürmen“, versichert er. Dass er außerdem ein richtig gutes Auge für den Mitspieler hat, zeigten seine ersten Einsätze beim Bezirksligisten. Kein anderer bereitete derart viele Treffer vor.

Nur ein eigenes Tor wollte ihm beim VfR Evesen seltsamerweise bislang noch nicht gelingen. „Das wird aber“, verspricht Marvin Steigmann, der schließlich auch in der A-Jugend-Regionalliga sechsmal traf. Der Kontakt zum VfR Evesen kam über Mit-Neuzugang Samuel Pentke zustande, der Manager Peter Möse den entscheidenden Tipp gab. Steigmann wohnt in Beckedorf und macht in Minden eine Ausbildung zum Elektroniker. Das Gespräch mit Niko Kleiber und Marvin Steigmann war auch für die beiden informativ. Der eine steht nämlich auf den FC Schalke 04 und der andere auf den großen Rivalen Borussia Dortmund. Ein distanzierter Blick mit gespieltem gegenseitigen Misstrauen, zwei pflichtgemäße spitze Bemerkungen, dann ist alles wieder klar. „Wir werden damit zurechtkommen – irgendwie“, versprechen beide. Jörg Bressem