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Sportbuzzer-Zulieferung Neigung zur Selbstzufriedenheit
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Neigung zur Selbstzufriedenheit
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14:44 25.02.2020
Josef Werner ist der starke Rückhalt der U23. Quelle: dak
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Schlecht ist, dass man von Rang 13 nur zwei Pünktchen Sicherheitsabstand hat.

Noch ist also alles möglich, und um so erstaunlicher ist die Wahrnehmung von Steffen Potthast: „Einige unserer Spieler neigen zur Selbstzufriedenheit.“ Der Trainer der U23 hat es ohnehin nicht leicht. Seine bunte Mischung aus Stammspielern, Akteuren aus der Ersten und U19-Newcomern erforderte jede Menge Flexibilität. „Ich hatte in den 16 Spielen nicht einmal eine unveränderte Mannschaft auf dem Feld“, berichtet er aus seiner Statistik.

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Das mag ein Grund für die abenteuerlichen Leistungs-Ausschläge gewesen sein, zum Beispiel bei der 3:4-Heimpleite im letzten Saisonauftritt. Sportwetten-Freaks wären an der U23 verzweifelt. Der problematische Saisonstart mit nur vier Punkten aus sechs Spielen wäre vielleicht noch erklärbar gewesen. „Die neue Mannschaft kannte sich nicht, das war spürbar“, berichtet Potthast.

Aber auch danach fehlte häufig die Körperspannung, zum Beispiel beim 0:0 gegen den SC Rinteln, das der VfL Bückeburg hätte gewinnen müssen. Die Verletzungen von Sören Raschke, Alexander Kummert, Florian John, Till Voiges und Tim Buchwald trugen ebenfalls zum unrunden Leistungsbild der VfL-Bezirksligatruppe bei. Kummert und Voiges stiegen im Winter wieder ins Training ein. Auch die lange gesperrten Eveser Neuzugänge Raik Brinkmann und Frederik Brunnenberg stärken den Rückrundenkader. Ganz neu dabei ist Nachwuchsmann Arne Menkhaus, der bisher beim Kölner FC Rheinsüd spielte, und donnerstags zu den letzten zwei Trainingseinheiten und zum Spiel anreisen wird. Positive personelle Entwicklungen gab es bei der VfL-Zweiten im Herbst aber auch. Fabio Battaglia beispielsweise hat jede Menge Eigenmotivation, ist mittlerweile äußerst zweikampfhart und reifte zu einer Führungspersönlichkeit. Auch Jung-Torwart Josef Werner machte nicht nur gute Spiele, sondern strahlte sogar Ruhe aus.

Doch wo geht es hin mit der U23 des VfL Bückeburg? Weil Steffen Potthast im Frühjahr Vater wird, hofft er, nicht auch noch Abstiegsstress erdulden zu müssen. „Wir wollen den Klassenerhalt möglichst früh klären“, sagt er. „Auf Relegation haben wir hier null Bock.“ Das Problem ist nur, dass Clubs wie der SSG Halvestorf-Herkendorf, Eintracht Afferde oder der Mühlenberger SV in der Tabellennachbarschaft qualitativ ebenfalls gut bestückt sind und dieselben sportliche Absichten verfolgen wie der VfL Bückeburg. Ein Relegations-Kandidat ist nicht auszumachen, und von unten drängt der wiedererstarkte MTV Rehren A/R nach. „Ich kann keinen Grund erkennen, es uns behaglich zu machen“, sagt Potthast.

Bilanz:

Die U23 steckt schon wieder im Abstiegskampf, weiß es aber vielleicht noch nicht. Prognose:

Mit temporär verträumter Einstellung erneut ein heißer Bewerber für die Relegation.