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Sportbuzzer-Zulieferung SC Rinteln verabschiedet sich mit Sieg
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung SC Rinteln verabschiedet sich mit Sieg
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21:30 21.05.2017
Tobias Ogrodnik (Mitte) verabschiedet FC-Trainer Steffen Mitschker und dessen Ehefrau Corinna. Fotos: hga
LANDKREIS

Landesliga: TSV BurgdorfVfL Bückeburg 4:0.

Wenn sich die Saison dem Ende zuneigt, entstehen seltsame Ergebnisse. Die 0:4-Niederlage des Landesligisten VfL Bückeburg beim Tabellensiebten TSV Burgdorf reiht sich in diese Kette ein. Sehr viel Deutungsspielraum ließ das eindeutige Ergebnis nicht zu. „Burgdorf war bissiger, zweikampfstärker und spielte sich seine Tore sauber heraus“, erklärte VfL-Sprecher Murat Akgün. Der VfL Bückeburg verpasste es damit, die Saison als Vierter oder Dritter noch halbwegs versöhnlich abzuschließen.

„Bei uns klappte nichts“, fand Akgün. „Die langen Bälle fanden keinen Abnehmer, die kurzen blieben in den Beinen des Gegners hängen“. Weil der VfL zur Halbzeit bereits mit 0:3 hinten lag und kein Land in Sicht war, musste in der Kabine die Marschroute aus dem Brasilien-Spiel der deutschen Nationalmannschaft bemüht werden: „Lasst uns das Spiel seriös zu Ende bringen.“ Das war das einzige, was dem VfL in Burgdorf gelang. Durch die Treffer von Julius Moraitis (6./30.) und Jonas Künne (12.) lag er zügig mit 0:3 hinten. Die Gäste fanden keinen Zugriff und sie kamen zu keinem Aufbauspiel. „Wir waren nicht präsent und wir waren in allen Belangen unterlegen“, musste Akgün nüchtern konstatieren. Immerhin glückte es, die Offensive der Platzherren in der zweiten Halbzeit ein wenig einzudämmen, bis auf das 4:0 durch Künne in der 85. Minute, bei dem der TSV Burgdorf das Spiel erneut schulmäßig verlagerte. VfL:

Holtkamp, Pascal Könemann, Abram (57. Steininger), Peter, Schmalkoch (46. Sidiropoulos), Bremer, Moritz Heine, Hartmann (76. Buchwald), Jan-Eike Raschke, Bastian Könemannn, Bennett Heine.

Bezirksliga: FC Stadthagen – SV Gehrden 1:1.

Es war nicht die rauschende, von dem einen oder anderen Fan gewünschte, Gala zur Verabschiedung von Coach Steffen Mitschker. Die nahm nach sechseinhalb Jahren Tobias Ogrodnik vom FC-Vorstand vor dem Anpfiff der Partie vor. Das war es dann erst mal mit angenehmen Dingen, die erste Halbzeit war typischer Sommerfußball. Keine Strafraumszenen, unpräzises Spiel von beiden Mannschaften, da waren die Fans froh, als es in die Halbzeitpause ging.

„Es war sehr laufarm, man hat beiden angemerkt, dass es um nichts mehr geht“, meinte Mitschker. Zur Überraschung vieler Beteiligter wurde die zweite Halbzeit dann deutlich lebendiger. „Wir haben versucht, intensiver zu spielen, haben die eine oder andere Situation herausgespielt, ohne zwingend zu werden“, sagte der FC-Coach. Die Blauhemden drückten, waren in der 64. Minute aber einmal unaufmerksam, Tim Hansmeier erzielte per Kopf das 1:0 für die Gäste.

Der FC wachte plötzlich auf, entdeckte seinen Kampfgeist und drückte auf den Ausgleich. Eine tolle Einzelleistung brachte den verdienten Ausgleich. Eric Naroska traf per Fallrückzieher zum 1:1 (75.). In der Schlussviertelstunde verpassten die Kreisstädter bei einigen Chancen sogar noch den möglichen Siegtreffer. „Ich denke, dass man nicht punktgleich mit Nordstemmen abschließt, rundet die Sache nach sechseinhalb Jahren noch einmal ab“, resümierte Mitschker. FC:

Herbold – Kuhnert, Christou, Mücke, Syla (85. Hasta), Thies (65. Tegtmeier), Niemeier (75. Carganico), Ulbrich, Naroska, Bövers, Holz.

VfL Bückeburg II – TuSpo Schliekum 5:1.

Prof. Dr. Uwe Völkening ist ein kluger Mann, der schon jetzt auch an die fernere Zukunft denkt. „Manchmal ist ein Abschied der erste Schritt zur Wiederkehr“, sagte der Fußballchef des VfL Bückeburg in seiner Abschiedsrede für Martin Prange. Im Jahnstadion lagen am Sonnabend Freude und Abschiedsschmerz dicht zusammen. Einerseits besiegelte die VfL-Zweite mit einem dominanten 5:1-Sieg gegen den Tabellenneunten Schliekum ein weiteres Jahr Bezirksliga, andererseits stand das letzte Heimspiel im Zeichen der Trennung. Neben Trainer Prange wurden Ko-Trainer Frank Bolte (Ruhestand), Hassan Ghonaim, Julian Knickmeier (beide VfR Evesen), Guiseppe Inserra, Hüseyin Özel, Nazar Adsiz und Betreuer Andreas „Longi“ Haller (alle SV Obernkirchen) verabschiedet. „Langsam kommt ein wenig Wehmut auf“, sagte Prange nach 30 Jahren in Diensten des VfL Bückeburg.

Die Platzherren hatten mit dem dürftig motivierten TuSPo Schliekum keinerlei Probleme, lagen durch den schönen Lupfer von Mohamed Nasef (14.) zur Pause hochverdient mit 1:0 in Führung und zogen in dem lockeren Spiel danach zügig bis auf 5:0 davon. Marcel Buchholz (50.), Nasef (58.), Markus Mensching (66.) und Pascal Herting (70.) erzielten die Tore, ehe Dominik Kararaca zumindest für den Ehrentreffer der Gäste sorgte (85.), der im Trubel fast unterging. VfL Bückeburg II:

Sören Raschke, Marzinowski, Mensching, Inserra (46. Buchholz, 80. Adsiz), Herting, Battaglia, Nasef, Ghonaim, Stolte, Rinne, Werner. TSV BarsinghausenSV Obernkirchen 4:7.

„Das war Fußball ohne Zwänge, ein richtig geiles Spiel meiner Mannschaft“, jubelte Trainer Oliver Nerge. Der SV Obernkirchen setzte sich in der Fußball-Bezirksliga beim Tabellensechsten TSV Barsinghausen mit 7:4 durch. Mann des Spiels war SVO-Angreifer Julian Talat, der insgesamt vier Tore schoss.

Das Torfestival ging bereits nach sieben Minuten los. Alexander Kummert war mit einem Kopfball erfolgreich. Mit einem genialen Freistoß besorgte Talat (16.) das 2:0. Dann wollte sich auch der TSV Barsinghausen am Toreschießen beteiligen. Robert Just verkürzte in der 26. Minute auf 1:2 und der TSV kam durch ein Eigentor eines Obernkircheners (39.) zum 2:2-Ausgleich. Doch nur drei Minuten später erzielte Jan Köpper die 3:2-Führung des SVO. Im Gegenzug traf Jannes Wittkohl zum 3:3.

Nach dem Seitenwechsel unterstrich der SVO seine Konterstärke. Per Foulelfmeter brachte Talat (65.) den SVO wieder mit 4:3 in Front. Dann liefen die viel zu hoch stehenden Gastgeber in zwei blitzsaubere Konter des Tabellenzehnten. Talat erzielte mit einem Heber das 5:3 (69.) und nur eine Minute später machte Dennis Wist das 6:3. Robin Abram (72.) verkürzte noch einmal auf 4:6, doch mit einem weiteren Konter und seinem vierten Tagestreffer stellte Talat in der 80. Minute den 7:4-Endstand her. SVO:

Stork, Matz, Sadra, Gräber, Rexhepi, Hope, Wist, Talat, Mittmann, Kummert, Köpper.

VfL NordstemmenTSV Algesdorf 4:0.

Nichts war es mit Algesdorfer Schützenhilfe für den SC Rinteln. Stattdessen: „Wir haben einen gebrauchten Tag erwischt“, meinte TSV-Betreuer Martin Steege. Die Nordstemmer legten los wie die Feuerwehr, vor allem das Duo Hagen Bauermeister und Abdulmalik Abdul war nicht zu stoppen. „Die beiden haben überragend gespielt“, meinte Steege. Das Chancenplus für die Gastgeber war enorm. „Deshalb geht der Sieg auch in dieser Höhe in Ordnung“, sagte Steege, der TSV-Keeper Maxi Schmidbauer lobte: „Ohne ihn wäre es noch schlimmer geworden.“ Dennoch hielt der TSV die Partie lange offen, ein Aussetzer von Malte-Eike Herbold leitete die Niederlage ein. Seinen Querpass fing Abdul ab – 0:1 (23.). Sebastian Eiselt vergab noch völlig frei den Ausgleich (43.). „Das wäre auch nicht verdient gewesen“, fand Steege.

Nach dem Wechsel setzte sich der Spielverlauf fort, allerdings mussten die Gastgeber bis zu 65 Minute warten – Adel Omayrat war per Kopf erfolgreich. Den dritten Treffer legte wieder der TSV in Person von Sören Balke auf, Abdul erzielte das 3:0 (71.). Das vierte Tor resultierte aus einem fragwürdigen Strafstoß, Abdul ließ sich nicht lange bitten – 4:0 (85.). TSV:

Schmidbauer, Harmening (69. Schubert), Sölter (78. Reinecke), Meyer, H. Strumpel, Herbold (46. Bühre), F. Strumpel, Balke, Bytomski, Riechers, Eiselt.

TSV Hagenburg1. FC Germania Egestorf-Langreder II 0:7.

So einen Abschied vom eigenen Publikum wünscht sich keine Mannschaft, auch wenn sie wie der TSV Hagenburg Tabellenletzter und bereits abgestiegen ist. Trauer und Jubel lagen nach Spielschluss dicht beieinander. Während der Spitzenreiter in Hagenburg seinen Aufstieg in die Landesliga feierte, schlichen die Platzherren frustriert vom Platz. „Über die Deutlichkeit unserer Niederlage bin ich sauer“, sagte Dyck, über dessen Weiterbeschäftigung immer noch nicht endgültig entschieden ist. Man sei sich grundsätzlich einig, heißt es übereinstimmend, aber erst in dieser Woche findet das abschließende Gespräch statt. Hagenburg haderte bei seinem 0:7-Untergang in der ersten Halbzeit ein wenig mit den Schiedsrichterentscheidungen. Andreas Baranek stand aus Sicht der Gastgeber bei seinem 1:0 in der 7. Minute klar im Abseits und das 2:0 der Gäste von Spielertrainer Michael Jarzombek in der 30. Minute ging auf einen unberechtigten Freistoß zurück. „Das soll aber keine Entschuldigung für unsere Leistung sein“, stellte Dyck klar. Lennart Novotny erhöhte für den 1. FC Germania in der 49. Minute auf 3:0 und ließ das 4:0 (56.) folgen. Das 5:0 schoss der Ex-Hagenburger Rouven Bräunig (78.). Für das 6:0 sorgte der ehemalige Bückeburger Bastian Hattendorf mit einem Elfmeter (86.) und den 7:0-Endstand stellte Torben Senft her (88). TSV:

Schulz, Tautz, Trepte, Aust, Pape (77. Mun), Bruns, Haßlöcher, Elsner (46. Kretschmann), Fieberg, Kowal, Woelke (77. Tieste).

SV ArnumSC Rinteln 2:4.

Nun ist es amtlich. Der SC Rinteln wird zum ersten Mal in der Nachkriegszeit auf Kreisebene Fußball spielen. Er selbst gewann auswärts beim Tabellenzweiten SV Arnum sensationell mit 4:2. Auch SC-Sprecher Dieter Merchel war spürbar berührt. „Wir haben uns mit dem 4:2-Sieg wirklich toll verabschiedet, aber durch das, was jetzt kommt, müssen wir halt durch.“ Durch Tore von Felix Rademacher (25.) und Jacob Angelovski (30.) ging die Spielvereinigung Arnum verdient mit 2:0 in Führung. Moritz Peters (37.) legte mit seinem Kopfball zum 1:2-Anschlusstreffer den Grundstein für die imposante Rintelner Aufholjagd nach der Pause.

„Die Mannschaft zeigte plötzlich alles, was sie vorher nicht gezeigt hatte – Zweikampfstärke, Spielfreude, Leidenschaft und Abschlusssicherheit“, freute sich Merchel. Serdar Akgün glich mit einem Handelfmeter zum 2:2 aus (65.), Kastriot Hasani erzielte mit einem Flachschuss die 3:2-Führung der Gäste (78.) und Felix Quindt erhöhte nach Vorarbeit von Egzon Popoci auf 4:2 (85.).

Trotzdem wird sich der SC Rinteln demnächst in innerstädtischen Derbys gegen den SV Engern, den SC Möllenbeck, den TSV Eintracht Exten, den TSV Steinbergen und den TSV Krankenhagen behaupten müssen. „Aber wir kommen schon bald wieder“, ist sich Merchel absolut sicher. SCR:

Böhm, Akgün (72. Popoci), Quindt, Merdoglu (33. Kaptan), Hasani, Peters, Dirks (72. Ivo-Niklas Walter), Bedey, Wittek, Schrader, Bergmann.

VfR Evesen – SC Hemmingen-Westerfeld 3:1.

Keine 30 Zuschauer verfolgten den 3:1-Erfolg des VfR Evesen gegen den SC Hemmingen-Westerfeld. Evesen erwischte einen Auftakt nach Maß: Schon in der 6. Minute brachte Caglayan Tunc den VfR mit einem präzisen Flachschuss aus 16 Metern mit 1:0 in Führung. „Wir machen dann den Fehler, dass wir das Fußballspielen einstellen, reagierten nur noch“, monierte Trainer Duran Gök. Die Strafe folgte: Alex Bittner markierte in der 27. Minute den 1:1-Ausgleich.

Nach dem Seitenwechsel spielte nur noch der VfR. „Wir haben früher angegriffen, das hat sich ausgezahlt“, freute sich Gök. Nach einer Ecke von Burak Buruk nickte Yasin Korkmazyit unbedrängt aus zwei Metern zum 2:1 ein (49.).

Die Gäste kamen in Hälfte zwei nur einmal gefährlich vor das VfR-Tor, doch Chris Glockmann (75.) köpfte das Leder nur an den Pfosten. Ein Elfmetergeschenk von Schiedsrichter Marco Krenz sorgte in der 85. Minute für die Entscheidung. Tunc soll im Fünfer gehalten worden sein, Burak Buruk trat zum Elfmeter an und verwandelte sicher zum 3:1-Endstand. VfR:

Willers, Menze, Akkus (20. Cakir), Städter, Lesemann, Buruk, Kilinc, Ibrahim Khodr (70. Josef Khodr), Tarak, Tunc, Korkmazyigit.

VON UWE KLÄFKER ENZEN.

 

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