Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sportbuzzer-Zulieferung Spektakel zum Abschluss
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Spektakel zum Abschluss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:58 29.12.2019
Überragend: Christoffer Rambo ist von den „Recken“ nicht zu stoppen und steuert neun Tore zum Punktgewinn bei. Fotos: uk
Anzeige

Für den Gastgeber war sogar der Sieg drin, „Recken“-Keeper Urban Lesjak war aber aufmerksam und fing wenige Sekunden vor dem Schlusspfiff mit den Fingerspitzen einen vielversprechenden Konter der Grün-Weißen ab. So blieb das letzte Mindener Tor Marian Michalczik vorbehalten, der 52 Sekunden vor dem Abpfiff per Siebenmeter den Endstand erzielte. Bevor das Schlussviertel anbrach legte GWD beim 27:23 und 28:24 klare Führungen vor – brachte den Vorsprung aber nicht ins Ziel. „Wenn man gegen den Tabellenzweiten spielt, muss man auch mit einem Punkt zufrieden sein“, sagte Mindens Trainer Frank Carstens, der für seine Mannschaft immer wieder neue Lösungen für die vom Tabellenzweiten gestellten Aufgaben finden musste. „Ich fand es heute sehr spannend, nicht für die Zuschauer – auch für mich. Es war wahnsinnig viel drin.“ Ob 6:0 oder 5:1, die Ostwestfalen stellten sich sehr gut auf die Hannoveraner Abwehrformationen ein und blieben in der gesamten ersten Halbzeit ein unangenehmer Kontrahent, wenn auch noch keine eigene Führung gelang.

Das erste Mal bebte die Halle nach einem irren Tor vom starken Mindener Rechtsaußen Kevin Gulliksen, der einen eigentlich zu langen Pass noch zu fassen bekam und anschließend akrobatisch zum 6:7 abschloss (13.). Die GWD-Fans waren aus dem Häuschen, unterstützten ihr Team ein letztes Mal in den eigenen vier Wänden. „Ich freue mich sehr, wie die Zuschauer mitgegangen sind“, berichtete GWD-Manager Frank von Behren „über mehrere Gänsehautmomente“. In die Pause gingen die Gastgeber mit einem 15:16-Rückstand, der alle Optionen offenließ.

Anzeige

Wieder sorgte Gulliksen für ein größeres Beben, das 18:17 und die erste GWD-Führung machten die Abrissbirne fast überflüssig (34.). Jetzt legten die Mindener vor, aber die „Recken“ blieben meist eiskalt – und vor allem dran. Erst beim 24:22 setzten sich die Hausherren mit zwei Toren ab und bauten den Vorsprung anschließend aus – 28:24. Vor allem Christoffer Rambo sorgte bei den Gästen für Fragezeichen, der Norweger traf aus allen Lagen.

Aber die Recken kämpften sich zurück und retteten zumindest ihre Serie und blieben zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen.

„Es ist schade. Wir haben mit vier Toren geführt und gekämpft, aber es hat nicht gereicht“, sagte Gulliksen. Trainer Carstens nahm sich in seiner Analyse den positiven Erkenntnissen an: „Wir haben heute das Tempospiel gewonnen, gegen diese Abwehr nur vier technische Fehler produziert und in der Defensive gekämpft wie verrückt. Wenn wir diese Steigerung fortsetzen, darf die Rückrunde gerne kommen.“

Die kommt, aber in der Kreissporthalle in Lübbecke. „Ich kann es noch gar nicht fassen, dass wir nie wieder hier spielen“, räumte ein wehmütiger von Behren ein, der hofft, „die Stimmung rüber zu retten. Wir schaffen das.“

Am 9. Februar wird in Lübbecke gegen FA Göppingen ein neues Kapitel aufgeschlagen.