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Sportbuzzer-Zulieferung Stars and Stripes statt Bundesadler
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11:08 11.10.2019

Es ist der letzte Stopp der jungen Handballerin, die aus Haste über Hannover und Frankfurt ihr Abenteuer antrat. Die Jugendmannschaft der USA hat sie als eine von drei in Europa lebenden Spielerinnen für ein Turnier der Nationalmannschaft in der kanadischen Metropole nominiert. „Ich bin schon ziemlich aufgeregt“, erklärt die 14-Jährige.“Das wird aber sicherlich eine coole Erfahrung und ich freue mich auch schon darauf, die vielen neuen Leute kennenzulernen.“

Doch wie kommt eine Deutsche Staatsbürgerin eigentlich dazu, die Farben der USA zu vertreten? Die Antwort darauf kennt ihr Vater Robert. Der war 2005 mit der Luftwaffe nämlich in den USA stationiert. In dieser Zeit wurde Eden im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geboren und besitzt deshalb neben dem deutschen auch den amerikanischen Pass. Es heißt also Stars and Stripes statt Bundesadler und das, obwohl die Schülerin seitdem nie wieder den Weg über den Atlantik angetreten hat. Seit 2007 wohnen sie nun in Haste, nachdem Robert Nesper zuvor nach Wunstorf versetzt wurde. Mit Mutter Irene, Vater Robert, Bruder Maximilian und Schwester Mia hat sich der gesamte Nesper-Tross auf den weiten Weg nach Montreal gemacht, um den Nachwuchsstar zu unterstützen.

Vom Handballvirus ließ sich die Schülerin, die das Gymnasium Bad Nenndorf besucht, früh infizieren. Es begann alles in der Talentschmiede der HSG Schaumburg Nord, aus der unter anderem auch Bundesligaspieler Timo Kastening entsprungen ist. Vor vier Jahren ging sie dann den nächsten Schritt, hin zum TV Hannover-Badenstedt. Die erste Damenmannschaft spielt in der dritten Liga, im Nachwuchsbereich tümmeln sich haufenweise vielversprechender Talente. Ihre Trainerin Nadine Große war anfangs überrascht. „Ich wusste gar nicht, dass sie zwei Nationalitäten hat“, berichtet sie. „Ich traue ihr aber absolut zu, dass sie einen bleibenden Eindruck hinterlässt.“ Vor allem die vielen Wurfvarianten und die Abwehrarbeit gehören zu ihren Stärken. „Da kommt kaum einer an ihr vorbei.“

Die US-Coaches sind jedoch nicht den langen Weg nach Deutschland angetreten und haben sich die Linkshänderin angeschaut. „Anfang September gab es ein Tryout für das Youth National Team“, erklärt ihr Vater. Für Spieler aus Europa ging dies aber nur über Videos der Spiele und dem Trainingsalltag. Robert witterte die Chance, recherchierte und nahm Kontakt zur amerikanischen Torhütern Sophie Fasold auf. Die spielt in der zweiten deutschen Bundesliga für den TSV Nord Harrislee. Diese leitete die Daten an den Verband weiter und weil die Trainer überzeugt waren, flatterte nur kurze Zeit später die Einladung ins Haus. „Ich habe mich wahnsinnig gefreut“, berichtet die Handballerin, die keinen besonderen Lieblingsverein hat. Dabei besitzt sie ein großes Plus gegenüber anderen Spielerinnen. Sie ist Linkshänderin und kann so von der rechten Seite Richtung Tor ziehen, um den Abschluss zu suchen. Gerade im Frauenhandball sind solche Spielerinnen heiß begehrt. „Damit ist sie was ganz Besonderes“, so ihre Trainerin.

Neben der Schülerin haben es jeweils noch eine Spielerin aus Norwegen und Dänemark in das Aufgebot geschafft. Sie und den Rest der Truppe trifft Eden zum ersten Mal am Montag, wenn die ersten Trainingseinheiten auf dem Plan stehen. Am Mittwoch beginnt dann im Claude Robillard Sports Complex die „2019 IHF Trophy Women´s Youth North American and Carribean Championship“.

Der Handball ist in den USA bisher noch nicht die große Nummer. Die Frauen nahmen bis dato an vier von elf Olympischen Spielen und fünf von 23 Weltmeisterschaften teil. Ein Handballzwerg, der jedoch wachsen möchte und ein Ziel im Auge hat: Die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles. Als Gastgeber ist das US-Team qualifiziert und fängt bereits jetzt damit an, sich ein schlagkräftiges Team zusammenzustellen. Von der Nachwuchsförderung könnte die Hasterin profitieren und in neun Jahren zur Eröffnungsfeier ins Los Angeles Memorial Coliseum einmarschieren.

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