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Sportbuzzer-Zulieferung Teamspirit statt Masterplan
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Teamspirit statt Masterplan
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13:45 04.01.2019
Fabian Möller spielt seit neun Jahren in der ersten Herren vom TSV Algesdorf, war an allen Aufstiegen beteiligt. Quelle: UK

Doch was dann in den nächsten Jahren folgen sollte, damit hatte wohl keiner so richtig gerechnet.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es mal so weit nach oben geht“, gibt auch Fabian Möller zu. Der 25-Jährige spielt selbst bereits seit 2009 in Algesdorf und hat die komplette Aufstiegsserie der ersten Herren miterlebt. Denn nachdem 2014 der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga gelang, ging es beinah reibungslos hoch bis in die Oberliga. Dort sind die Algesdorfer aktuell aktiv und belegen einen starken vierten Rang.

Dem TSV gelang ein regelrechter Durchmarsch. Und das alles ohne einen Masterplan, betont Spartenleiter Lars Kruckenberg. Doch was ist dann das Erfolgsrezept? Laut Möller und Kruckenberg gibt es mehrere Aspekte, die zusammen den Ausschlag geben.

Einerseits ist sicherlich die Verpflichtung neuer Spieler zu nennen. Angefangen mit Lars Petersen, aktuell Kapitän der ersten Herren und Patrick Schöttelndreier im Jahr 2015. „Von den Wechseln haben wir sehr profitiert. Ohne Lars und Patrick wär ein so rasanter Aufstieg sicher nicht möglich gewesen“, meint Möller. In den Folgejahren kamen noch der Oberliga-Erfahrene Jörn Petersen und die beiden Youngster Claas Märtens und ganz aktuell Leon Hinze dazu.

Dem Spartenleiter ist es dabei aber immer wichtig zu erwähnen, dass nicht der Verein die Spieler gesucht hat, sondern dass der TSV Algesdorf eher gefunden wurde. „Eine kontinuierlich gute Vereinsarbeit und eine gute Außendarstellung locken die Spieler zu uns“, erklärt Kruckenberg. Hinze sei beispielsweise bei dem Auswärtsspiel in Salzgitter auf den TSV aufmerksam geworden. Dort spielte der 15-Jährige in der zweiten Mannschaft, war aber direkt begeistert vom Teamspirit und der Unterstützung der Algesdorfer.

Essentiell sei bei allen neuen Spielern, die den Weg nach Algesdorf finden, aber, dass sie sich gut in das Team fügen. Allgemein würde mit sehr viel Fingerspitzengefühl in den personellen Fragen agiert. „Wenn in den oberen Teams in neuer Spieler dazu kommt, rutschen alle dahinter eine Position oder sogar eine Mannschaft nach unten. Das muss allen klar sein“, betont Möller. Dabei werde auch stets die ganze Abteilung mit eingebunden. „Da muss man dann auch mal sagen: ‚Tut mir leid, aber es passt nicht‘“, gibt Kruckenberg zu.

Neben den neuen Spielern seien aber auch die Fans ein wichtiger Hintergrund für den rasanten Aufstieg. „Es waren eigentlich schon immer viele Fans hier. Als ich in Algesdorf angefangen habe, waren immer an die 30 Zuschauer in der Halle“, erinnert sich Möller. Mit den Jahren und den höheren Ligen wurden es noch mehr. Ohne die Unterstützung wären die Aufstiege auch nicht möglich gewesen, ist sich der 25-Jährige sicher. Aktuell in der Oberliga hat der TSV einen Zuschauerdurchschnitt von 57 Personen pro Spiel und liegt damit in der Liga an dritter Stelle. „So eine Fangemeinschaft, die auch auswärts immer mit dabei ist, ist schon eine Seltenheit. Dafür werden wir geliebt oder gehasst“, weiß Kruckenberg.

Sicherlich auch mit dafür verantwortlich ist die eher geringe Konkurrenz an Tischtennisvereinen im Kreis. Zuletzt musste auch der TSV Hagenburg seine Mannschaft, die bis im letzten Jahr in einer Liga mit den Algesdorfern gespielt hat, zurückziehen. Tischtennis-Hochburgen gibt es in Schaumburg nur noch selten. „Wir finden das ehrlich gesagt schade“, gesteht der Spartenleiter des TSV, „Konkurrenz belebt das Geschäft.“ Ebenfalls für den Durchmarsch der ersten Herren verantwortlich ist aber auch eine Leistungssteigerung der eigenen Spieler. „Wir trainieren intensiver“, so Möller. Das angeleitete Training von Petersen in Kombination mit der Vorbereitung auf den nächsten Gegner habe für eine höhere spielerische Qualität gesorgt.

Ob es spielerisch aber noch weiter nach oben gehen kann, dazu hält sich der TSV noch recht bedeckt. Möller ist sich sogar sicher: „Für mich ist die Oberliga die Grenze.“ Der 25-Jährige spielt bereits, seit er fünf Jahre alt ist Tischtennis, war bei Deutschen Meisterschaften und im Landeskader aktiv. „Aber irgendwann setzt man seine Prioritäten anders.“ Kruckenberg betont jedoch, es soll kein Spieler übergangen werden. „Wir nehmen alles, wie es kommt. Ich denke, eine Liga höher wäre rein theoretisch noch möglich.“ Viel weiter nach oben solle es aber nicht gehen. Höhere Ligen müssten anders organisiert und finanziert werden. „Das wollen wir alles gar nicht.“ Eine bodenständige Entwicklung sei das Ziel. Auch der Bau der neuen Halle in 2011 hätte nie im Zusammenhang mit einem gewünschten Aufstieg gestanden.

Kruckenberg ist sich allerdings sicher, dass zeitnah die zweite Herren in der Landesliga und die dritte in der Bezirksoberliga aktiv sein wird. Insgesamt werde der Zusammenhalt in Algesdorf großgeschrieben: „Es gibt nicht nur eine Mannschaft. Die Erste ist ein Teil der zehn Teams.“ Auch die gelungene Jugendarbeit, mit über 30 Kindern in fünf Mannschaften unterstreicht dieses. Hier unterstützt die erste Herren ebenfalls immer mal wieder, trainiert und coacht. Und auch mannschaftsübergreifende Veranstaltungen wie die Sommerfeste, Spartenfahrten oder Aufstiegsfeiern würden zu einem Gemeinschaftsgefühl und dem Erfolg der Sparte beitragen. Auch im kommenden Jahr wird es wieder eine große Feier bei der Tischtennis-Sparte des TSV Algesdorf geben. Die Abteilung feiert nämlich ihr 50-jähriges Bestehen. Ob auch noch eine erneute Aufstiegsfeier dazu kommt, das bleibt wohl abzuwarten.

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