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19:05 23.09.2018
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Sein Schuss von der Mittellinie landete zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung ganz hinten im Eck. Selbst Michel Costa vom 1. FC Germania Egestorf/Landreder II fand anerkennende Worte: „So einen macht er nur einmal in Leben.“ Dass der Gästetrainer nach Spielschluss entspannt wirkte, lag daran, dass seine Mannschaft noch den Ausgleich zum 1:1 schaffte, der gerecht war.

Beide Fußball-Mannschaften hatten eine Leistung geboten, die so gar nicht zum ungemütlichen Wetter passte. Es wurde kombiniert, es wurde gekämpft, es war bis zuletzt extrem spannend. „Wenn man bedenkt, dass wir die Startelf der vergangenen Woche auf fünf Positionen ändern mussten, war ich zufrieden“, sagte SC-Trainer Uwe Oberländer. Seine Mannschaft hatte der spielerisch leicht überlegenen Regionalligareserve phasenweise komplett den Zahn gezogen.

Kritisch war es allerdings zu Beginn, als die Germanen Druck machten und Rinteln erst nach einer halben Stunde zu eigenen Angriffen kam. Die Platzherren wären fast sogar mit einer Führung in die Kabine gegangen, als der eifrige Akgün nach Zuspiel von Meakel Andraws plötzlich zum Schuss kam. Die Gäste waren zwar im Aufbau und im Angriff stark, wackelten hinten aber bisweilen bedenklich.

Glück hatte der SC Rinteln, als Theo Hellwig in der 54. Minute mit einem überlegten 20-Meter-Schuss nur den Pfosten traf. SC-Torwart Luis Böhm, der bis dahin im Nahkampf mehrfach gut reagiert hatte, streckte sich vergebens. Akgüns grandioses Führungstor in der 63. Minute entstand nicht völlig überraschend, weil Germanen-Torwart Luca-Leon Möller schon zuvor mehrmals unmotiviert weit herausgekommen war. Akgün erkannte das und überlistete ihn. Auch das 1:1 der Gäste in der 69. Minute deutete sich an. Rinteln stand unter Druck, wehrte mehrfach panisch ab, ehe er der ehemalige Stadthäger Fabian Golombek aus 18 Metern vollendete.

Danach wäre alles möglich gewesen, ein Sieg der zehn Minuten lang ganz stark aufspielenden Gäste, aber auch ein Erfolg des konternden SC Rinteln mit dem unermüdlichen Unruhestifter Akgün in der vordersten Linie. „Ich denke, die Zuschauer kamen auf ihre Kosten“, meinte Oberländer. Schade, dass sich von ihnen nur etwa 50 unter die Dachüberstände und hinter die Sportheimfenster verkrochen hatten. SCR:

Böhm, Sharo, Andraws (71. Kalis), Hasani, Peters (81. Bozkurt), Krasniqi, Ivo-Niklas Walter, Akgün, Bedey, Fahrenkamp, Obst.