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Sportbuzzer-Zulieferung Torben Brandt sieht VfR-Aufstieg positiv
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Torben Brandt sieht VfR-Aufstieg positiv
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13:43 16.06.2020
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Aber wie und wann geht es danach weiter? Das ist unsicher. Trotzdem wird beim Landesligisten VfL Bückeburg trainiert. Wir erkundigten uns bei Trainer Torben Brandt über den Stand der Dinge beim VfL. Wie hat man sich das Training zurzeit vorzustellen?

Wir treffen uns schon seit drei Wochen zweimal in der Woche. Es sind 25 Spieler da, die ihren Spaß haben, obwohl das Training anders aussieht als sonst. Am Ende gibt es nicht das übliche Spiel, und auch ansonsten wird der Körperkontakt vermieden. Ich hoffe, dass es ab 1. Juli weitere Erleichterungen gibt. Das Hauptproblem ist aber, dass wir nicht genau wissen, auf welchen Punkt wir hintrainieren. Weil nicht klar ist, wann die kommende Saison beginnen kann, können wir auch kein Vorbereitungsprogramm planen und terminieren. Es macht ja keinen Sinn, sich ein Vierteljahr ständig vorzubereiten. Ein Abbruch der Saison wäre aber für den VfL Bückeburg in Ordnung?

Es gibt wohl für keinen Verein eine perfekte Lösung. Wir hätten den Klassenerhalt auch im Wettbewerb geschafft, müssen aber sehen, dass sich die Mannschaften unter uns im Winter kräftig verstärkten. Es wäre nicht einfach geworden. Auch die U23 würde in der Bezirksliga bleiben. Darauf lässt sich aufbauen. Beim Spielerpotenzial werden wir weiterhin eine enorme Breite haben. Insgesamt stehen etwa 50 Mann zur Verfügung, wobei es bei den jungen Leuten wegen des anstehenden Studiums noch einige Fragezeichen gibt. Was gibt es für Personalnachrichten?

Unser Torwart Dino Cugalj geht nach Kroatien und steht nicht mehr zur Verfügung. Für ihn haben wir Josef Werner in den Landesliga-Kader hochgezogen, der ja in der U23 gute Leistungen zeigte. Aus dem Nachwuchs gehören Jan-Malte und Christian Paul Schwier jetzt zum Landesliga-Kader, außerdem Julian Steierberg und Mika Kellermeier. Luka Rohrbach und Jan-Luca Steierberg spielen in der U23. Niko Werner hört wahrscheinlich tatsächlich auf, und Jan-Eike Raschke spielt zukünftig in der U23. Die Verletzungsmisere war in der Saison ein Riesenthema beim VfL Bückeburg. Wie sieht es da aus?

Marcel Buchholz wurde am Meniskus operiert. Wieder im Training sind Jakob Kühn und Tobias Versick, bei dem ich sehr hoffe, dass er ein Jahr dranhängt. Auch Michel-David Kümmel trainiert wieder mit. Wenn es keine Überraschungen gibt, wird der VfR Evesen in die Landesliga aufsteigen und zukünftig mit dem VfL Bückeburg auf Augenhöhe spielen. Wie finden Sie das?

Es gibt halt unterschiedliche Modelle. Wir haben unseres, Evesen hat ein anderes. Aber ich respektiere das, zumal der Erfolg dort ja nicht in zwei, drei Jahren entstand, sondern das Ergebnis lang anhaltender Bemühungen ist. Für den Schaumburger Fußball ist das gut. Ich hoffe nämlich, dass mittelfristig mehr Jugendarbeit entsteht und nicht alle den Nachwuchs des VfL Bückeburg abgreifen wollen. Insgesamt sehe ich die Entwicklung positiv. Ja, es ist eine Rivalität vorhanden, und natürlich wollen wir uns in der Tabelle weiterhin vor dem VfR Evesen einreihen. Aber das ändert nichts daran, dass ich mit meinem Trainerkollegen Heiko Thürnau befreundet bleibe. Wobei wir bei der nächsten Saison wären. Welche Situation erwarten Sie da?

Außer für vielleicht vier oder fünf Spitzenteams wird sie für alle im Zeichen des Überlebenskampfes stehen. Sollte die Landesliga in einem Schritt von 20 auf wieder 16 Mannschaften reduziert werden, müssen acht Mannschaften absteigen. Acht Mannschaften! Da reichen zwei, drei schlechte Spiele, um in dieser Gruppe dabei zu sein, da wird es ständig voll zur Sache gehen. Interview: jö