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Sportbuzzer-Zulieferung Torfabrik ausgebremst
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Torfabrik ausgebremst

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10:59 17.11.2020
Die Extener Spielerinnen haben den Blick auf die Tabellenspitze gerichtet. fotos: pr.
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Von daniel kultau EXTEN

In der ersten Saison der Mannschaft stand sie beim Saisonabbruch mit 84:6 Toren und sechs Siegen aus sechs Spielen klar an der Spitze. Auch ohne Quotienten-Regelung wäre es in die Bezirksliga gegangen. Dort ist die Mannschaft ebenfalls gut gestartet, musste zu Beginn jedoch erst mal einen Dämpfer hinnehmen. Weil dann allerdings drei Siege folgten, steht das Team nun auf Rang drei. Wir unterhielten uns mit Kapitänin Teresa Rovelli. Frau Rovelli, wie zufrieden sind Sie denn mit dem Saisonstart?

Wir sind schon glücklich, wie es gelaufen ist. Wir wollten von Anfang an direkt Gas geben, denn unser Ziel ist es, in die Landesliga aufzusteigen. Die Frauenmannschaft des TSV Eintracht Exten ist ja noch sehr jung und geht erst in ihre zweite Saison. Wäre ein Durchmarsch in die Landesliga zum Start nicht vielleicht zu viel des Guten?

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Nein, wir trauen uns das auf jeden Fall zu. Wir haben so viele gute Spielerinnen und so viel Qualität im Kader, dass wir dort mithalten können. Das erste Spiel ging ja direkt in die Hose. 0:1 wurde gegen den TSV Eintracht Bückeberge verloren. Wie war das ungewohnte Erlebnis für Sie?

Das war auf jeden Fall ein Wachrüttler zum richtigen Zeitpunkt. Es war unser erstes Spiel mit der neuen Konstellation. Im Sommer haben wir viele neue junge Spielerinnen dazubekommen. Und da mussten wir uns erst mal finden. Haben Sie denn den Eindruck, dass sie gegen den Tabellenführer aus Wendthagen mithalten können?

Der große Vorteil von denen ist einfach, dass sie viel eingespielter sind als wir. Fußballerisch sind wir besser. Daher denke ich auch, dass wir mit ihnen mithalten können. In der Vorsaison hat der TSV in sechs Spielen 84 Tore erzielt, also pro Partie durchschnittlich 14. Jetzt sind es nach vier Spielen auch schon wieder 28 Treffer. Ist die Offensive ihr großes Prunkstück?

Auf jeden Fall ist das unsere große Stärke. Das zeigt ja auch die Tatsache, dass acht unserer Spielerinnen in der Torjägerliste vertreten sind. Das macht uns unberechenbarer und schwieriger zu verteidigen. Wir spielen uns die Torchancen aber auch einfach richtig gut heraus. Sophie Niebisch hat bei uns bisher am häufigsten getroffen (Acht Tore, Anm. d. Red.). Sie ist aus Wallensen zu uns gewechselt und super bei uns angekommen. Das nächste Spiel wäre ja ein ganz interessantes gewesen. Sie hätten eigentlich gegen den HSC Hannover II gespielt. Die stehen aktuell einen Punkt vor euch. Wegen der Corona-Krise ist die Partie ausgefallen. Ihr habt zuvor drei Spiele hoch gewonnen, haben Sie sich da ein bisschen ausgebremst gefühlt?

Ja, schon. Es ist schade, dass wir das Spiel nicht bestreiten konnten. Der HSC ist auf jeden Fall ein Gegner auf Augenhöhe. So ist das jetzt alles ein wenig ins Stocken geraten. Wie würde denn Ihr Wunschszenario für den Rest der Saison aussehen?

Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn wir die Saison ganz normal durchspielen könnten, auch wenn es danach nicht aussieht. Aber unser Vorteil ist, dass wir nicht viele Mannschaften in der Liga haben und die Spiele deswegen auch ab April nachholen können. Die Pause bis dahin ist aber natürlich jetzt sehr lang. Ich hoffe einfach, dass wir alle gesund bleiben. Was sind beim TSV Eintracht Exten denn die nächsten Schritte im Bereich des Frauenfußballs?

Wir haben bei uns einen unglaublichen Zulauf. Wir haben deswegen nun eine zweite Damenmannschaft im Rennen. Die spielt als Siebener-Team in der Kreisliga. Daraus soll später auch eine Elfer-Mannschaft werden. Und wir wollen auch die Jugendarbeit ausbauen, aber das sind zwei langfristige Projekte.