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Sportbuzzer-Zulieferung VfR kann sich nur noch selbst im Weg stehen
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung VfR kann sich nur noch selbst im Weg stehen
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09:58 28.02.2020
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von jörg bressem EVESEN

Während man in den vergangenen Jahren mal mit den Mitbewerbern Probleme hatte, mal eigenverschuldete ins Straucheln kam, müsste beim Tabellenführer der Fußball-Bezirksliga 3 diesmal eigentlich alles glatt laufen. Ernsthafte Titel-Rivalen sind nicht mehr auszumachen, bei sieben Punkten Vorsprung und einem gut aufgebauten Kader kann der VfR ab jetzt nur noch an sich selbst scheitern.

„Ja, diesmal könnte es klappen“, bestätigt sogar der sonst so vorsichtige VfR-Manager Peter Möse, für den mit dem Landesliga-Aufstieg auch ganz persönlich ein großer Wunsch in Erfüllung gehen würde. Denn für das große Ziel wurde viel Arbeit, Ehrgeiz und auch Geld investiert. Ob es tatsächlich gelingt, wird nach Überzeugung des VfR-Machers bereits in den nächsten Wochen geklärt. „Die ersten Spiele sind entscheidend“, glaubt Möse. „Wenn wir reibungslos in das Frühjahr starten, wenn wir uns nicht in Sicherheit wiegen, gehen wir tatsächlich hoch.“

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Die Stadt Bückeburg hätte dann zwei Landesligisten – ein Novum. „Wir unterstützen beide“, verspricht der Sportausschuss-Vorsitzende Dieter Everding. Womöglich wird schon ab April der B-Platz im Eveser Sportzentrum zum Hybrid-Rasenplatz umgewandelt, bei dem eingelassene Kunstfasern mehr Haltbarkeit sicherstellen.

Beim VfR Evesen denkt man derweil auch sportlich über Stabilität nach. Mit Bennett Heine (Preußen Espelkamp) warb man für den Sommer einen weiteren Ex-Bückeburger an und mit André Fuchs (SC RW Maaslingen) wird ein erfahrener Abwehrspieler die Defensivreihe verstärken. Bis dahin wird es der aktuelle Kader richten müssen, der mit den Abgängen von Dennis Kleiber (FC Hevesen) und Nils Mühlenharz (TSV Steinbergen) zu ihren Ex-Vereinen im Winter allenfalls quantitativ geschwächt wurde. Der Sprung aus der Kreisliga zu einem Bezirksliga-Spitzenklub mit seinem breiten Personalangebot war zu optimistisch.

Neben den zwei Neuverpflichtungen für den kommenden Sommer, zu denen noch weitere externe Spieler kommen sollen, um bei den höherwertigen Aufgaben zu helfen, hat Möse einen zweiten Wunsch für das ehrgeizige Aufbau-Projekt. Er will die zweite Mannschaft stärken, die mittelfristig in die Kreisliga aufsteigen soll.

Aber zunächst steht der Aufstieg in die Landesliga im Fokus. Sollte der VfR ihn schaffen, hat er dort auf jeden Fall ein Alleinstellungsmerkmal sicher. Heiko Thürnau wäre der einzige Trainer, der jegliche Gespräche mit der Presse ablehnt. Doch auch dazu haben die Höhner in ihrem Song einen Rat: „Lass es raus, sprich es aus.“ Bilanz:

Wenn der TSV Algesdorf vom VfR als ärgster Verfolger genannt wird, sagt das alles. Diesmal fehlen die großen Gegenspieler. Prognose:

Es wird Ausrutscher geben, aber am Ende der Saison steht die lang ersehnte Meisterschaftsfeier.

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