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20:16 27.01.2019
Tanz um den Pokal: Der SC Rinteln feiert den Sieg beim Sparkassen-Hallenmasters. Fotos: uk

Während Schaumburg den Sonntag beim üblichen Winter-Nieselregen im Energiesparmodus verdöste, kochte auch gestern in der Finalrunde der besten acht Hallenmannschaften die Volksseele hoch. Spannung, Leidenschaft und Eifer prägten die Spiele des restlos ausverkauften Turniers in der Obernkirchener Kreissporthalle. Manchmal war sogar edle Fußballkunst zu sehen. Schön war, dass mit dem SC Rinteln eine Mannschaft triumphierte, die ihre Aufgaben wie schon in den Qualifikationsturnieren spielerisch löste.

„Nach dem Sieg gegen den FC Stadthagen waren wir voll bei der Sache“, freute sich SC-Trainer Uwe Oberländer. Rinteln setzte sich im Endspiel mit einem verdienten 2:0-Sieg gegen Landesligist VfL Bückeburg durch. Dessen Trainer Torben Brandt war enttäuscht: „Unsere Hallenrunde war ein zähes Geschäft.“

Dritter wurde der TSV Algesdorf, der den VfR Evesen im Duell der verschossenen Neunmeter knapp mit 2:1 besiegte. Zum besten Torwart wurde von der Fachwelt der Algesdorfer Maximilian Schmidbauer gewählt. Die besten Torschützen der Endrunde waren mit je fünf Treffern Jakob Kühn (VfL Bückeburg) und Niko Kleiber (VfR Evesen).

Dass der SC Rinteln sich den Masters-Sieg holte, war insbesondere Quendrim Krasniqi zuzuschreiben. Er bewies erneut seine herausragende Hallentauglichkeit. Seine leichtfüßigen Tore waren allesamt ein einziger Genuss. Krasniqi war es auch, der beim 2:1-Halbfinalsieg gegen den TSV Algesdorf drei Minuten vor Schluss den entscheidenden zweiten Treffer der Rintelner erzielte und der im Endspiel zur 1:0-Führung seiner Mannschaft einlochte. Auch SC-Torwart Luis Böhm hatte einen starken Tag. Der zweite Endspieltreffer des SC Rinteln war eine punktgenaue Kooperation von Yannik Walter und Serhat Merdoglu. Der VfL Bückeburg tat sich mit solchen Aktionen wesentlich schwerer. Sein Turnierhöhepunkt war das Halbfinale, in dem er sich mit 4:1 gegen den bis dahin souveränen VfR Evesen durchsetzte. Es war ein extrem intensiver Nachbarschaftsstreit, der Schiedsrichter Ridvan Ceylen alles abforderte. Er musste so fleißig Zeitstrafen verabreichen, dass zeitweise nur noch zwei gegen drei Feldspieler auf der Platte waren. Am Ende flog Evesen-Star Caglayan „Charly“ Tunc wegen eines Frust-Trittes auch noch mit einer Roten Karte vom Platz.

VfR-Trainer Heiko Thürnau, der seinem Assistenten Vito Caliando die Arbeit in Coaching-Box überließ, war dennoch nicht unzufrieden: „Der Hallenfußball von uns war in Ordnung. Entscheidend war die Zeitstrafe unseres Torwartes Jannik Willers.“ Insbesondere VfL-Abwehrmann Kühn konnte mit dem Überzahlspiel bei seinen drei Halbfinaltreffern viel anfangen.

Der Drittplatzierte TSV Algesdorf wurde seiner Rolle als Geheimfavorit durchaus gerecht. Mit dem sauber herausgespielte 5:1-Sieg gegen den VfL Bückeburg sorgte er in der Vorrunde für einen ersten großen Turnier-Paukenschlag und für Begeisterung beim lautstarken eigenen Anhang. TSV-Trainer Timo Nottebrock ließ seinen alten Bückeburger Schützling „Bubi“ Bremer in diesem Spiel in zentimeterscharfe Manndeckung nehmen, was allenfalls aus dem Handball bekannt ist. Die Algesdorfer Allroundkraft Steffen Sölter war mit seinen drei Treffern der beste Torschütze des Bezirksligisten.

Beim VfR Evesen war dagegen nicht etwa Tunc, sondern hinter Kleiber Lennard Heine mit drei Treffern und Neuzugang Kaoa Aosman (2) die erfolgreichsten Torschützen – auch ein Grund für das Scheitern des Mitfavoriten.

Das Spiel des FC Stadthagen war gestern zu eindimensional von Benjamin Hartmann abhängig. Wie er bei 3:3 gegen den Kreisligisten SV Victoria Lauenau allerdings alle drei Tore für seine Mannschaft ohne Hilfe der Mitspieler ins Netz peitschte, war imposant. Auch der Außenseiter aus Lauenau hatte mit Tore Hachfeld einen extrem auffälligen Spieler, der seit gestern wahrscheinlich ganz oben auf den Zetteln anwerbender Vereine steht. Mit seinen vier Treffern trotzte der Kreisligist dem SC Rinteln und dem FC Stadthagen Unentschieden ab.

Gewohnt emotional war der Auftritt des SC Obernkirchen, der aber bei allem Einsatz oftmals das Fußballspielen aus dem Sinn verlor. Das war zum Beispiel beim 3:1-Sieg gegen den SC Auetal der Fall, als Schiedsrichter Alexander Sieker erstmals zwei Zeitstrafen verhängen musste. Maximale Hektik, aber minimaler Fußball – einigen Zuschauern gefiel das gar nicht. Maurice Matz war mit seinen drei Treffern der erfolgreichste Spieler bei den Gastgebern.

Was gab es sonst noch? Als im Endspiel die Sirene längst verklungen war, als die Anspannung abfiel und sich der SC Rinteln über seinen Sieg hätte freuen müssen, da entstand an der Bande plötzlich Unruhe. Gut, dass sich der professionelle Sicherheitsdienst bereits in Position gebracht hatte und eingriff. Trotzdem ging es heiß her und es entstand die wohl einmalig historische Masters-Situationen, dass der aufgebrachte junge Rintelner Nhoskar Sharo von Sieker die Rote Karte bekam, als sich die Mannschaften bereits langsam zur Siegerehrung aufstellten. Die Karte war berechtigt, Sharo hat sich von einem wohl angetrunkenen Zuschauer provozieren lassen.

von daniel kultau OBERNKIRCHEN.

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