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Sportbuzzer-Zulieferung Von Dorfklub zu Dorfklub
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18:08 26.04.2019
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Statt eines sicheren Platzes im Tor des Kreisligisten wählte Späth die Herausforderung, schloss sich nach einem Probetraining dem von Stefan Heitmann trainierten Aufsteiger in die Westfalenliga an. „Wenn ich damals schon gewusst hätte, dass ich so viele Spiele mache, hätte ich das sofort unterschrieben. Ich fühle mich unfassbar wohl“, sagt der Keeper. Die Gegner heißen SC Herford oder SV Rödinghausen II. „So super wie da im Stadion habe ich mich noch nie umgezogen.“

Nun ist der Wechsel nicht nur eine strahlende Erfolgsgeschichte, denn die Maaslinger kämpfen als Tabellenletzter in der Westfalenliga um den Klassenerhalt – und werden den mit sechs Punkten Rückstand auf den Relegationsrang kaum noch schaffen können. Dennoch gefällt es Späth bei den Rot-Weißen, er wird auch in der nächsten Saison, dann unter dem ehemaligen Bückeburger U23-Trainer Jan-Werner Schmitz, um seinen Platz im Tor kämpfen.

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Das kennt der 23-Jährige bereits aus der aktuellen Spielzeit. „Es gab einen Zweikampf um den Platz im Tor, der war bis zur Winterpause offen“, erklärt Späth, der bis dahin etwa ein Drittel der Spiele absolviert hatte. Konkurrent Julian Wilde verließ den Verein vor der Rückrunde. Im dritten Spiel nach der Winterpause verletzte sich der Schaumburger, wurde vier Spiele lang von seinem Torwarttrainer und Vorgänger Carsten Römke vertreten. „Das sind hier unglaublich gute Typen“, lobt Späth sein Umfeld, „ich kann viel lernen.“ Trotz drei Einheiten in der Woche habe er beim TuS Niedernwöhren unter Uwe Kerkmann mehr Torwarttraining genossen, räumt Späth ein. Durch die Spiele in der höheren Klasse habe er sich aber weiter verbessert. „Allein von Intensität und Geschwindigkeit sind es Welten zur Kreisliga.“

Maaslingen ist, wie auch der TuS Niedernwöhren, ein Dorfverein, aber auf einem anderen Level – mit höheren fußballerischen Ansprüchen. „Ich kannte hier vorher keinen, bin aber super aufgenommen worden“, sagt der Torwart. Es sei alles komplett bodenständig. „Maaslingen hat etwa 400 Einwohner, davon sind am Spieltag immer 150 auf dem Sportplatz. Es wird unheimlich viel ehrenamtliche Arbeit geleistet“, weiß Späth.

Der Keeper bezeichnet sich selbst als ehrgeizig. „Ich will die 90 Minuten gewinnen und dafür muss man sich zerreißen. Ich habe einfach Bock auf Fußball.“ Während seiner Aus- und Fortbildung zum Handelsfachwirt habe er, damals noch beim TuS, weniger trainiert, „das hat mich sehr gestört“. Ob es für ihn im Fußball noch höher gehen könnte? „Ich weiß nicht, ob ich das Potenzial habe“, ist Späth unsicher. Ihm sei es wichtig, einen Schritt nach dem nächsten zu machen und sich in der höheren Spielklasse zu etablieren. „Es geht nur um Fußball. Ich spiele nicht wegen des Geldes in Maaslingen“, sagt der Keeper.

Ab Sommer wird Späth sein Pensum auf den Sportplätzen noch erhöhen, coacht dann die B-Junioren der JSG Samtg. Niedernwöhren/Enzen. „Ich liebe das.“ Apropos Liebe: „Ich bin noch zu haben. Aber welche Frau hält es mit einem Kerl aus, der an sieben Tagen in der Woche auf dem Sportplatz zu finden ist?“