Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Sportbuzzer-Zulieferung Wohlfühlfaktor an der Seitenlinie
Sportbuzzer Sportbuzzer-Zulieferung Wohlfühlfaktor an der Seitenlinie
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:24 25.09.2019
Gök (links) und Wolff sind nur schwer zu trennen. Quelle: pr
Anzeige

Kreisklasse. „Ich werde immer wieder gefragt, warum ich nicht höher spiele“, berichtet Gök. Die Antwort ist ganz einfach: Es liegt an seinem Trainer Uwe Wolff. „Er gehört für mich zur Familie“, beschreibt der Torjäger sein Verhältnis zu seinem Coach.

Geboren in Aachen lernte Gök bei der Alemannia das fußballerische Handwerk. Weil es seinen Vater Duran beruflich nach Hannover zog, hieß die nächste Station VfL Bückeburg. Uwe Gaßmann und Marc Bültmann waren seine Jugendtrainer. Sein Talent erkannten auch die Scouts von Eintracht Braunschweig, die damals mit ihren B-Junioren in der Bundesliga spielten und lotsten den heutigen Landschaftsgärtner in die Löwenstadt. Seine Gegner waren damals der heutige Nationalspieler Marcel Halstenberg, Shkodran Mustafi oder auch Pierre-Michel Lasogga. 2009 ging es für ihn zurück nach Schaumburg zu seinem Vater, der damals den SV Union Stadthagen in der Bezirksliga betreute. Es war die Blütezeit des Vereins. Gök selbst sagt selbstkritisch rückblickend, dass er es zu diesem Zeitpunkt vielleicht noch mal bei einem Regionalligisten hätte versuchen sollen. Es folgten Aufenthalte beim SV Obernkirchen und dem SC Rinteln. Egal wo er war: Überall schoss er seine Tore.

Anzeige

2015 verschwand er dann von der Schaumburger Landkarte. „Ich hatte eine schwierige Zeit“, erinnert sich der Torjäger. Privat und beruflich lief es nicht. An Fußball war nicht zu denken. Erst als sich Martin Prange 2017 an Gök erinnerte und ihn zurück nach Obernkirchen holte, wollte er wieder angreifen. Der Einstieg nach zwei Jahren Pause fiel jedoch schwer. Viele kleine Verletzungen bremsten den Landschaftsgärtner aus. Er ging den Weg über die Reserve. „Uwe hat mich damals gefragt, ob ich bei ihm spielen möchte, um wieder reinzukommen.“ Ein Angebot, dass er annahm und sich im Nachhinein für ihn persönlich als Glücksfall entpuppte. Wolff brachte den einstigen Junioren-Bundesligaspieler nicht nur fußballerisch, sondern auch privat und beruflich wieder auf die richtige Bahn. „Er hat für jeden Spieler ein offenes Ohr, geht immer positiv an Probleme ran und ich bin einfach dankbar, dass ich ihn kennengerlernt habe“, beschreibt es Gök. „Ich habe einfach gemerkt, wie wohl ich mich bei ihm fühle.“

Das Verhältnis sei inzwischen so familiär, dass Oguzhan Gök dies sogar auf seinem Körper zeigt. Mehr als zwanzig Tattoos schmücken seine Haut. Neben, unter anderem, den Namen seiner Eltern, prangt eine römische Zwei auf seiner rechten Schulter. „Das ist Uwes Lieblingszahl.“ Einen anderen Trainer kann sich der Obernkirchener Stürmer inzwischen nicht mehr vorstellen. Auch lukrative Angebote von höherklassigen Schaumburger Teams schlug er im vergangenen Sommer aus. „Früher war mir Geld wichtiger, heute überhaupt nicht mehr.“ Und was passiert, wenn Wolff den Verein verlassen sollte, um möglicherweise mal eine erste Mannschaft zu trainieren? „Dann gehe ich mit“, verrät sein Schützling. „In Obernkirchen hat er diese Chance leider nicht bekommen. Das ist schade, weil er seit Jahren viel Kraft und Energie in seine Tätigkeit steckt“, findet er.

24.09.2019
23.09.2019
Sportbuzzer-Zulieferung von rainer hempelt LANDKREIS - Treffsicherer Start
23.09.2019