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Sportbuzzer-Zulieferung Zusammenhalt beim SCR
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19:05 15.06.2018
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RINTELN

Diese Zeitung hat sich mit SCR-Trainer Uwe Oberländer über das kleine Wunder an der Weser unterhalten. Nach der 0:4-Pleite in Niedernwöhren schien der Aufstieg in weite Ferne gerückt. Wann haben Sie den Glauben an die Meisterschaft zurückgewonnen?

Das war eine riesige Enttäuschung. Meine Spieler waren sichtlich geknickt. Den Aufstieg hatten wir abgehakt. Aber bei der nächsten Mannschaftssitzung ergriffen Führungsspieler die Initiative, wollten den Aufstiegskampf nicht aufgeben und rissen mit ihrer Einstellung das Team mit. Schon beim nächsten Training konnte man eine Trotzreaktion erkennen. Was war der Schlüssel zum Erfolg?

Nach dem Abstieg in die Kreisliga ist das Team zusammengeblieben. Gute Jungs sind dazugekommen. Die Nachwuchskräfte haben voll eingeschlagen und die regelmäßig eingesetzten A-Junioren wurden immer stärker. Durch den großen Kader konnten wir Ausfälle stets kompensieren. Dadurch hatten wir in der Schlussphase der Saison keinen Substanzverlust. Zum Ende der Saison patzte die Konkurrenz. Worauf war das ihrer Meinung nach zurückzuführen?

Viele englische Wochen und ein kleiner Kader ließen bei der Konkurrenz die Kräfte schmelzen. Den möglichen Aufstieg vor Augen verkrampften Spieler, Nervosität stieg auf und sie fielen in ein Leistungstief. Häufig fehlt dann die Erfahrung, auch solche Situationen zu meistern. Ich habe in meinem Team viele Spieler mit Bezirksligaerfahrung. Das hat uns entscheidend weitergeholfen. Wo sehen Sie die Stärken der Mannschaft?

Die erfahrenen Spieler waren in der Lage, die Youngster zu führen. Und die setzten die Ratschläge und Tipps hervorragend um. Außerdem waren wir stets körperlich hundertprozentig fit. Wir waren in der Lage, 90 Minuten Volldampf zu gehen. Eine weitere Stärke war der enorme Zusammenhalt. Alle haben sich für den Erfolg untergeordnet. Woran muss noch gearbeitet werden, um in der Bezirksliga bestehen zu können?

Wenn es uns gelingt, die erfahrenen Kräfte und die jungen Spieler zu halten, bin ich überzeugt, dass wir qualitativ noch einen Sprung nach vorne machen. An dieser Stelle muss ich den A-Junioren-Trainern Thomas Bedey und Lothar Rachow ein großes Lob zollen. Um in der Bezirksliga bestehen zu können, müssen Zweikampfverhalten und Durchsetzungsvermögen gesteigert werden. Bleibt die Mannschaft zusammen?

Latif Kiki und Egzon Popoci verlassen den Verein. Kiki wird Spielertrainer beim TSV Großenwieden, Popoci wird dort Spielertrainer der Reserve. An Qendrim Krasniqi ist der VfR Evesen dran, Sinan Boga liebäugelt mit einem Wechsel nach Bad Oeynhausen. Ich hoffe aber, dass ich beide nach dem Aufstieg noch umstimmen kann. Schlüsselspieler wie Kastriot Hasani, Tomas Muzik und Alexander Rogowski bleiben. Auch die Torhüter Luis Böhm und Marvin Deerberg haben ihre Zusagen gegeben. Gibt es Verstärkungen?

Noshkar Sharo wechselt aus der Jugend in den Herrenbereich. Er ist ein talentierter Defensivmann. Torwart Moritz Jäger sowie Konstantin Rachow, Timo Lackner und Niklas Bothor kommen ebenfalls aus der Jugend und werden den Kader bereichern. Vom TSV Ahnsen wechselt Offensivkraft Justin Kober. Mit weiteren Defensivspielern führe ich Gespräche. Warum haben Sie den Vertrag mit dem SC Rinteln schon frühzeitig verlängert?

Trotz einiger Rückschläge hat es mir immer Spaß gemacht, mit den Jungs zu arbeiten. Wir haben so viele junge Spieler, die hoch motiviert sind. Mein Co-Trainer Gordon Seymour und ich haben das Gefühl, dass wir mit dieser Mannschaft noch einiges Erreichen können.

Interview: Peter Blaumann