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Olympische Spiele Stabhochspringerinnen ohne Medaille
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22:39 06.08.2012
Traurig und enttäuscht: Silke Spiegelburg scheiterte im Stabhochspringen als Vierte an 4,75 Meter. Quelle: dpa
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London

Diskuswurf-Recke Robert Harting machte in der Qualifikation kurzen Prozess und kämpft am Dienstag um Olympia-Gold, die Stabhochspringerinnen und Kugelstoß-Europameisterin Nadine Kleinert verließen frustriert das Londoner Olympiastadion. Die deutschen Stabartistinnen um Silke Spiegelburg gingen im Finale leer aus, für Kleinert endete der 50. Einsatz in der Nationalmannschaft und ihre vierte Olympia-Teilnahme ganz bitter: Die 36-Jährige kam nur auf 18,36 Meter. Das Aus für den Team-Kapitän.

Harting setzte am Montag bereits mit dem ersten Wurf von 66,22 Metern ein Zeichen und zog locker ins Finale ein. Weiter als der Welt- und Europameister warf mit 66,39 Metern nur Peking-Olympiasieger Gerd Kanter aus Estland. „Es sah vielleicht locker und leicht aus, aber da war viel Nervosität dabei. Der Druck von außen ist neu, es ist erdrückend, aber auch ein positives Gefühl“, sagte Harting. Gelingt ihm der große Wurf, wäre es sein 29. Sieg in Serie.

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Silke Spiegelburg klagte nach ihrem letzten Fehlversuch über 4,75 Meter und dem Aus im Medaillenkampf lauthals: „Vierte - immer! Das kann doch nicht wahr sein!“ Weinend saß die deutsche Rekordhalterin auf der Matte und konnte ihre Enttäuschung nicht verbergen. Spiegelburg bewältigte nur 4,65 Meter, Martina Strutz wurde mit 4,55 Metern Fünfte. Lisa Ryzih belegte mit 4,45 Metern den geteilten sechsten Rang.

Im Finale über 3000 Meter Hindernis schlug sich das deutsche Damen-Duo am Abend durchaus achtbar: Antje Möldner-Schmidt (Cottbus) wurde in 9:21,78 Siebte; Gesa Felicitas Krause (Frankfurt/Main) kam beim Sieg der Russin Julia Zaripowa (9:06,72) als Achte ins Ziel, und das erneut in persönlicher Bestleistung von 9:23,52. Abiturientin Krause ist vor drei Tagen erst 20 Jahre alt geworden - der WM-Neunten von Daegu 2011 gehört die Zukunft.

Kugelstoßerin Christina Schwanitz stand nach dem Aus von Europameisterin Kleinert als einzige Deutsche im Finale: Mehr als Platz elf war nach zwei gültigen Versuchen und 18,47 Metern aber nicht drin. Für Gold musste die Weißrussin Nadeschda Ostaptschuk die Kugel fast drei Meter weiter (21,36) wuchten.

Felix Sanchez aus der Dominikanischen Republik feierte seinen zweiten Olympiasieg über 400 Meter Hürden: Acht Jahre nach seinem Triumph in Athen gewann der 34 Jahre alte Routinier das Finale in 47,63 Sekunden vor dem Amerikaner Michael Tinsley (47,91).

Alex Schwazer, 2008 in Peking Olympiasieger über 50 Kilometer Gehen, wurde nach einem positiven Dopingtest auf das Blutdopingmittel EPO von den Olympischen Spielen in London ausgeschlossen. „Ich bedauere das. Es war ein furchtbarer Fehler“, sagte Schwazer der italienischen Nachrichtenagentur ANSA und verkündete seinen Rücktritt. Der 27-Jährige hatte in London auf den 20-Kilometer-Wettbewerb am vorigen Samstag verzichtet, um sich ganz auf die 50 Kilometer am 11. August zu konzentrieren.

800-Meter-Läufer Sören Ludolph (Braunschweig) scheiterte am Vormittag in der Vorrunde, die anderen deutschen Athleten auf der Bahn hielten sich hingegen schadlos: Hallen-Europameisterin Carolin Nytra aus Mannheim und die Leipzigerin Cindy Roleder zogen ins Halbfinale über 100 Meter Hürden ein. Corinna Harrer rannte ins Halbfinale über 1500 Meter.

dpa

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