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EHEC EHEC verunsichert Kunden
Start EHEC EHEC verunsichert Kunden
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21:16 27.05.2011
Zahlreiche Händler haben die spanischen Salatgurken inzwischen aus den Regalen genommen. Die Kunden sind dennoch verunsichert und kaufen spürbar weniger Gemüse. © dpa
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Landkreis (aw). Kaufland teilte auf seiner Internetseite mit, dass man keine Salatgurken aus Spanien im Sortiment habe. „Kaufland verfolgt die Entwicklung und Informationen zu den EHEC-Fällen aufmerksam, um schnell und gezielt reagieren zu können“, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. „Selbstverständlich reagieren unsere Kunden aufgrund der laufenden Berichterstattung sehr sensibel, insbesondere was die Herkunft der Produkte anbelangt“, sagte Christine Axtmann von der Pressestelle des Unternehmens.

Auch die anderen Supermärkte haben reagiert. „Lidl hat bereits gestern, unmittelbar nach Bekanntgabe des möglichen Herkunftslandes durch die Behörden, spanische Salatgurken bundesweit aus dem Programm genommen“, so Lidl-Pressesprecherin Simone Hartmann.

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Beim Discounter Netto heißt es, es gebe keine Anhaltspunkte für belastete Lebensmittel im Sortiment. Dennoch habe man vorsorglich spanische Gurken aus dem Verkauf genommen. Auch die Rewe Group, zu der außer den Rewe-Märkten auch die Penny-Filialen gehören, hat entsprechend reagiert.

Christian Schulz, Marktleiter beim Feinkost- und Reformhaus Tietz in Stadthagen, sprach von einem „extremen Kundenverhalten“. Die Menschen seien von den Nachrichten total abgeschreckt worden und würden sich nun beim Gemüsekauf insgesamt sehr zurückhalten. Der Edeka-Markt, so Schulz, habe am Donnerstag beispielsweise „nicht einen Kopfsalat“ verkauft. Üblicherweise gingen zwischen 12 und 15 Stück pro Tag weg.

Obst und Gemüse seien bei Edeka zwar nachweislich nicht belastet, fuhr Schulz fort, aber getreu dem Motto „lieber Vorsicht als Nachsicht“, habe man die spanischen Gurken lieber aus dem Verkauf genommen.

Beim Obsthof Brüggenwirth in Hohnhorst sieht die Lage dagegen deutlich entspannter aus. „Auf jeden Fall ist der Kunde sensibilisiert“, stellte zwar auch Heike Brüggenwirth fest. „Wenn man solche Nachrichten liest, hört und sieht, dann ist man schon verunsichert.“ Ihre Kunden hätten aber zu ihr und den Produkten des Obsthofes ein großes Vertrauen. Eine Kaufzurückhaltung habe sie bisher nicht verspürt.