Unterstützung im Haushalt gesucht?

Sauber bleiben: Wie Sie eine Haushaltshilfe finden – und legal beschäftigen

Wer zu Hause eine Haushaltshilfe beschäftigt, muss sie vorher anmelden. Foto. Christin Klose

Wer zu Hause eine Haushaltshilfe beschäftigt, sollte sie besser anmelden.

Kalkflecken, die blitzschnell entfernt werden oder am besten gar nicht erst auftauchen, und ein Stapel frischer Handtücher, der eine einheitlichere Kante hat, als der Rasen vom Buckingham Palace: Haushaltshilfen sorgen dafür, dass jeder sich zu Hause wohlfühlt – und mehr Zeit für den Alltag bleibt. Zwei von drei Deutschen finden: Eine Unterstützung im Haushalt ist heute viel alltäglicher als noch vor 20 Jahren. Das zeigte eine Forsa-Umfrage. Aber diese Hilfe muss erst einmal gefunden werden.

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Wo findet man eine Haushaltshilfe?

„Haushaltskräfte sind im Moment echt Mangelware, wir haben einen Fachkräftemangel“, erklärt Birgit Malzahn, Vorsitzende des Bundesverbandes Haushaltsnaher Dienstleistungsunternehmen e. V. (BHDU). Was also tun? Die klassische Anzeige in der Zeitung oder im Supermarkt kennt jeder. Dazu gesellen sich mittlerweile viele neue Optionen über das Netz: Die Expertin empfiehlt Suchenden die Onlinebörse der Minijobzentrale. Mittlerweile gibt es auch immer mehr Onlineportale, die Haushaltshilfen vermitteln. Für alle, die online schauen, rät die Verbraucherzentrale auf ihrer Website: bei der Suche nicht nur auf den Preis und vorhandene Bewertungen achten. Wichtig sei, dass die Haushaltshilfe versichert ist – und damit legal beschäftigt wird. Dafür gibt es vier verschiedene Optionen.

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Was heißt legal beschäftigen?

Wer es sich besonders einfach machen möchte, beschäftigt einen Minijobber. Das heißt: Die Kraft online auf dem Portal der Minijobzentrale oder telefonisch anmelden – insofern sie mit ihrer Tätigkeit höchstens 450 Euro im Monat verdient. Ab Oktober 2022 wird diese Grenze auf 520 Euro angehoben. Verdienen die Haushaltshilfen mehr, müsste Arbeitgeberin oder Arbeitgeber die Kraft sozialversicherungspflichtig anstellen. Das ist die aufwendigste Methode. Wer lieber auf den Papierkram verzichtet, stellt besser eine selbstständige Kraft an. Dabei flattert am Ende des Monats einfach eine Rechnung ins Haus.

Stiftung Warentest empfiehlt: Auch von Selbstständigen sollten sich Interessenten am besten Nachweise zeigen lassen, zum Beispiel den Personalausweis und den Gewerbeschein. Bei der Deutschen Rentenversicherung lässt sich kostenlos nachfragen, ob die Haushaltshilfe angemeldet ist – so können Auftraggeber und -geberinnen wirklich sichergehen, dass alles legal läuft. Denn die meisten wissen: Schwarzarbeit ist eine Straftat. Bis zu 5000 Euro Bußgeld kostet es, Minijobber nicht anzumelden. Darüber hinaus muss jeder, der eine Haushaltshilfe „schwarz“ beschäftigt, für Schäden selbst aufkommen – zum Beispiel, wenn der Staubsauger das teure Parkett zerkratzt oder die Lieblingsvase zu Bruch geht.

Was kostet die Hilfe?

Die Haushaltshilfen anzumelden hat laut der Expertin Birgit Malzahn Vorteile für beide Seiten – Arbeitgeberin oder Arbeitgeber und Arbeitnehmerin oder Arbeitnehmer: „Die Haushaltshilfen sind nicht nur sozialversichert, sie bekommen auch Urlaubs- und Krankengeld und es wird in die Rentenversicherung eingezahlt. Arbeitgeber können die Kosten steuerlich geltend machen – so kommen sie meist sogar günstiger weg als bei einer unangemeldeten Kraft.“ Deshalb ist die legale Option die beste. Je nachdem auf welcher Basis eine Haushaltshilfe beschäftigt wird, unterscheiden sich aber auch die Lohnkosten.

Birgit Malzahn kennt die Lohnspanne bei Haushaltshilfen: „Im Privathaushalt liegen die Preise für Minijobber im Moment zwischen 12 und 15 Euro. Das kommt aber auf die Region an. Sobald eine Firma beauftragt wird – sei es ein großer Dienstleister oder eine selbstständige Kraft –, wird es teurer.“ Denn die Firma muss sich versichern, Sozialabgaben und Umsatzsteuer zahlen und etwa ein eigenes Büro oder Telefon finanzieren. Im Bundesverband Haushaltsnaher Dienstleistungsunternehmen e. V. liegt der Stundensatz von Firmen zwischen 28 und 35 Euro brutto. Neben dem Preis spielen bei der Auswahl einer Haushaltshilfe aber auch andere Aspekte eine Rolle.

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Wie wählt man die perfekte Haushaltshilfe aus?

Wenn es um fachliche Kompetenz geht, empfiehlt Birgit Malzahn zu schauen, wie die Person mit den Reinigungsmitteln umgeht. Dazu gehöre etwa, ob jemand auf der Rückseite des Reinigungsmittels prüft, was darin enthalten ist und wo es verwendet werden darf. „Ich rate eigentlich jedem zu einem Probearbeiten – egal, ob mit Minijobber oder Dienstleister“, erklärt die Expertin. Dabei können sich beide Seiten in Ruhe kennenlernen und Arbeitgeberin oder Arbeitgeber sehen, wie die Haushaltshilfe arbeitet. Wer jemanden in die eigene Wohnung lässt, sollte Vertrauen in die Person haben. Und beim Probearbeiten lässt sich nach eigenem Gefühl beurteilen, was in Ordnung ist und was nicht: von der Verwendung der Reinigungstücher über Regelmäßigkeit des Wasserwechselns bis hin zu den hübsch aufgestapelten frischen Handtüchern.

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