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Landeskriminalamt

Im ersten Halbjahr mehr Drogentote in Niedersachsen

48 Menschen starben im ersten Halbjahr 2020 nach Drogenkonsum. (Symbolbild)

48 Menschen starben im ersten Halbjahr 2020 nach Drogenkonsum. (Symbolbild)

Hannover. Die Zahl der Drogentoten in Niedersachsen ist im ersten Halbjahr 2020 spürbar gestiegen. Insgesamt 48 Menschen starben nach Rauschgiftkonsum, darunter 43 Männer und fünf Frauen, wie eine Sprecherin des Landeskriminalamts Niedersachsen mitteilte. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 32 Drogentote - 27 Männer und ebenfalls fünf Frauen. Allerdings seien noch Abweichungen nach oben möglich, etwa im Falle von Nachmeldungen, aber auch nach unten, wenn beispielsweise Ergebnisse toxikologischer Untersuchungen den Verdacht auf einen Rauschgift-Todesfall ausschließen.

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Häufigste Todesursache: Heroinkonsum

Nur die Zahlen des ersten Halbjahres seien abschließend validiert, erklärte die Sprecherin. Vor allem im ersten Vierteljahr 2020 sei die Zahl der Drogentoten deutlich nach oben gegangen, für den Zeitraum wurden den Angaben zufolge 28 Rauschgift-Todesfälle erfasst, im ersten Quartal 2019 waren es 19 Fälle. Im zweiten Quartal waren es 20 Drogentote - nach 17 im Vorjahreszeitraum. Für das dritte Vierteljahr 2020 seien nach vorläufigen Zahlen bisher zwölf Drogentote erfasst worden, im Vorjahreszeitraum seien es noch 22 gewesen.

Als Todesursache wurden in den ersten sechs Monaten des Jahres in 20 Fällen Heroin oder eine Kombination aus anderen Rauschgiften in Verbindung mit Heroin festgestellt, wie die Sprecherin erklärte. In den übrigen Fällen handelte es sich demnach um unterschiedliche Kombinationen etwa in Verbindung mit Kokain, Amphetamin und Opioiden.

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Bei den sogenannten Konsumdelikten seien Cannabisprodukte am weitesten verbreitet, sagte die LKA-Sprecherin. Es folgen Kokain oder Crack und Amphetamin.

Von RND/lni

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