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Atomenergie

Kernkraftwerk Unterweser: Wohin mit dem Akw-Bauschutt?

Die Luftaufnahme zeigt das Atomkraftwerk Unterweser.

Die Luftaufnahme zeigt das Atomkraftwerk Unterweser.

Hannover. Beim seit 2018 laufenden Rückbau des Kernkraftwerkes Unterweser ist weiter unklar, wohin der Bauschutt gebracht werden kann. Eine Entscheidung über die strahlenschutzrechtliche Eignung der knapp 20 Kilometer entfernten Deponie Brake-Käseburg im Kreis Wesermarsch ist noch nicht in Sicht. Die Prüfung sei noch nicht abgeschlossen, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Umweltministeriums. Derzeit werde ein Gutachten überarbeitet, das dann vom Betreiber PreussenElektra zur erneuten Prüfung eingereicht werde.

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Auch bei PreussenElektra weiß man noch nicht, wann die Nachfragen zu dem Gutachten abschließend geklärt werden können. Dies sei ein laufender Prozess, sagte eine Unternehmenssprecherin. Bei der Lagerung geht es um Abfälle wie Bauschutt oder Kabelisolierungen, die „freigemessen“ wurden, das heißt, die Reststrahlungswerte von unter 10 Mikrosievert aufweisen. Schon in den 1990er Jahren wurden laut PreussenElektra auf der Deponie Käseburg über 200 Tonnen solcher Reste entsorgt.

Forderung nach bundesweitem Zwischenlager für Akw-Bauschutt

Derzeit wird der anfallende Abfall auf dem Kraftwerksgelände gelagert. Dort gebe es noch einen gewissen Puffer. In den nächsten zehn Jahren rechnet PreussenElektra zunächst mit nur etwa 50 Tonnen Abfall pro Jahr. Erst danach kommen die großen Mengen an Bauschutt. Die Bürgerinitiativen „AtommülldepoNIE“ und Arbeitskreis Wesermarsch kritisieren, die Deponie sei nach der Strahlenschutzverordnung nicht für Abfälle aus dem Rückbau geeignet.

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Für derartige radioaktive Abfälle sei ein bundesweites Zwischenlager nötig, sagte Hans-Otto Meyer-Ott vom Arbeitskreis Wesermarsch. Zudem sei die Freimessung für Abfall bis 10 Mikrosievert veraltet und müsse dringend weiterentwickelt werden. Wenn Käseburg als Deponie nicht zur Verfügung stehe, dann müsse als Konsequenz nach einem neuen Standort gesucht werden. Der Rückbau dauert mindestens 13 Jahre. Die Kosten belaufen sich auf schätzungsweise 1,2 Milliarden Euro.

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Von RND/dpa

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