Mitarbeiter verhindert Schlimmeres

Löwe im Serengeti-Park springt in Busfenster

Der 10-jährige Löwe Max leckt sich am Freitag (10.11.2006) im Zoo in Hannover die Lippen. Nach dem Tiger ist der Löwe die zweitgrößte Katze und damit das größte Landraubtier Afrikas. Ausgewachsene männliche Tiere kommen auf ein durchschnittliches Körpergewicht von 225 Kilogramm. Löwen jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden. In freier Wildbahn gehören vor allem Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel und Zebras, aber auch Hasen, Vögel und manchmal Fische zu den Beutetieren. Foto: Rainer Jensen dpa/lni +++(c) dpa - Bildfunk+++

Der 10-jährige Löwe Max leckt sich am Freitag (10.11.2006) im Zoo in Hannover die Lippen. Nach dem Tiger ist der Löwe die zweitgrößte Katze und damit das größte Landraubtier Afrikas. Ausgewachsene männliche Tiere kommen auf ein durchschnittliches Körpergewicht von 225 Kilogramm. Löwen jagen meist bei Dunkelheit oder in den kühlen Morgenstunden. In freier Wildbahn gehören vor allem Antilopen, Gazellen, Gnus, Büffel und Zebras, aber auch Hasen, Vögel und manchmal Fische zu den Beutetieren. Foto: Rainer Jensen dpa/lni +++(c) dpa - Bildfunk+++

Hodenhagen. Der Bus war am Freitag mit rund 40 Besuchern im Löwengehege unterwegs, als ein Jungtier an dem Doppeldecker hoch sprang. Plötzlich splitterte das Glas, und der Löwe hing mit seinen Vorderpfoten in der kaputten Fensterscheibe. Der Busfahrer reagierte geistesgegenwärtig und gab Vollgas, sodass der Löwe wieder vom Bus abließ. Der Fahrer habe vorbildlich reagiert, erklärte Juliane Gunkel, Sprecherin des Serengeti-Parks. "Die Besucher wurden anschließend ins Restaurant gebracht und dort von Mitarbeitern und Sanitätern versorgt." Zwei Personen erlitten durch Glassplitter leichte Verletzungen.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Zu den Ursachen für den Vorfall konnte der Park noch keine Angaben machen. "Wir wissen noch nicht, warum der Löwe so reagiert hat", sagte Gunkel. Die 14 Löwen in dem Gehege würden die Busfahrten kennen. Möglicherweise sei das Tier mit einem Laserpointer geblendet worden. Park-Chef Fabrizio Sepe hält es auch für möglich, dass ein Blitzlicht das Tier irritiert habe. Seit dem Vorfall dürfe nun kein Blitzlicht mehr benutzt werden. Zudem wurden Überwachungskameras angebracht und im Löwengehege das Aufsichtspersonal aufgestockt. Ab sofort würden zwei Ranger postiert, um die Tiere auf Abstand halten zu können, sagte Gunkel.

Sepe betonte, die sei der erste Vorfall in 40 Jahren gewesen. "Bis heute waren keine besonderen Sicherungsmaßnahmen nötig", sagte der Geschäftsführer. "Hirsche, Nashörner und Löwen haben die Busse immer in Ruhe gelassen."

Warum die Scheibe zersplitterte, ist noch unklar. Der Bus – ein älteres Modell – werde derzeit auf Materialermüdung überprüft, sagte Gunkel. Ergebnisse lägen noch nicht vor. Ob an den Bussen zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, dazu machte das Unternehmen keine Angaben.

Mehr aus Der Norden

 
 
 
 
 
Anzeige
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.

Letzte Meldungen

 
 
 
 
 
 
 
 
 

Spiele entdecken