Bildungsmonitor 2018

Niedersachsen landet im Bildungs-Ranking im Mittelfeld

Symbolbild.

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Hannover. Das Bundesland Niedersachsen rangiert im Bildungsbereich im Ländervergleich einer Studie zufolge im Mittelfeld. Das zweitgrößte Flächenland landet im Bildungsmonitor 2018 der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) auf Platz acht.

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Soziale Herkunft nicht entscheidend für Bildungserfolg

Stärken weist Niedersachsen der Studie zufolge vor allem im Bereich der Integration auf. So falle der Einfluss der sozialen Herkunft auf den Bildungserfolg eines Schülers im Vergleich zu anderen Bundesländern deutlich geringer aus. In diesem Gebiet erreicht Niedersachsen unter den 16 Bundesländern den dritten Rang. Gute Noten bekommt das Land auch in der Kategorie „Ausgabenpriorisierung“: Niedersachsen weise der Bildung im öffentlichen Ausgabeverhalten die vierthöchste Priorität aller Bundesländer zu.

Nur jeder zweite Grundschüler lernt Fremdsprachen

In einigen Bereichen liegt der Studie zufolge allerdings noch Verbesserungspotenzial vor, beispielsweise bei der sogenannten Internationalisierung. In diesem bereich belegt Niedersachsen den letzten Platz. So hätten 2016 nur 49,7 Prozent der Grundschüler Fremdsprachenunterricht gehabt, der Bundesdurchschnitt liege bei 67 Prozent. Auch der Anteil der Ausländer unter den Studenten fiel 2016 mit acht Prozent geringer aus als im gesamtdeutschen Durchschnitt (9,9 Prozent). Hier kommt Niedersachsen nur auf Rang 13.

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Darüber hinaus liegt der Zahl der Hochschulabsolventen gemessen am Anteil der akademischen Bevölkerung leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Dies liege unter anderem an der mäßigen Attraktivität der niedersächsischen Universitäten und Hochschulen. In Relation zur Zahl der Schulabsolventen, die ein Studium in einem anderen Bundesland aufnehmen, zieht Niedersachsen der Studie zufolge die zweitwenigsten Studienanfänger aus anderen Bundesländern an.

Arbeitgeber loben Landespolitik

Die niedersächsischen Metall- und Elektroarbeitgeber würdigen die Anstrengungen des Landes. „Auffällig ist, dass in Niedersachsen überdurchschnittlich viel für Bildung ausgegeben wird: Davon profitiert besonders die Hochschullandschaft, aber auch Grund- und berufliche Vollzeitschulen werden gut finanziert“, betonte Peter Golinski, Geschäftsführer für Bildung bei den Arbeitgeberverbänden der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie Nordmetall und AGV NORD. Er lobte zudem den besonders geringen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg, der sich besonders im Bereich Lesen positiv auswirke.

Die INSM wird von den Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie finanziert und ist nach eigenen Angaben ein überparteiliches Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Bildungsmonitor soll bewerten, wie erfolgreich jedes Bundesland sein Bildungssystem gestaltet, so dass daraus optimale Wachstums- und Beschäftigungsimpulse entstehen. Der Bildungsmonitor wurde zum 15. Mal veröffentlicht.

Von RND/ms/dpa

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