Niedersachsen

Zu viele Prüfer krank: Fahrschüler müssen derzeit lange auf Prüfungen warten

Ein Schild mit der Aufschrift «Fahrschule» ist auf einem Fahrschulauto befestigt.

Ein Schild mit der Aufschrift «Fahrschule» ist auf einem Fahrschulauto befestigt.

Hannover. Die Wartezeiten auf eine Fahrschulprüfung sind in einigen Regionen in Niedersachsen sehr lang, weil Fahrprüferinnen und Prüfer fehlen. „Wir haben punktuell riesengroße Probleme, vor allem im Bereich Osnabrück und dem Umland von Bremen bis hin nach Cuxhaven“, sagte Dieter Quentin, Vorsitzender des Fahrlehrerverbands Niedersachsen.

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Der Verband habe bereits darauf hingewiesen und mit den Verantwortlichen vom Tüv Nord zusammengesessen. Bislang gebe es aber keine spürbare Linderung, sagte Quentin. Genaue Wartezeiten nannte er nicht - das sei in den Regionen unterschiedlich und hänge von der Art der Fahrprüfung ab.

Prüfer krank, Bedarf gestiegen

„In den meisten Regionen in Niedersachsen und Bremen gibt es aktuell geringe Wartezeiten, längere Fristen kommen vor allem zustande, weil auch bei uns Prüferinnen und Prüfer erkranken“, sagte Claas Alexander Stroh, Sprecher beim Tüv Nord. Außerdem sei der Bedarf an praktischen Fahrprüfungen im zweiten Halbjahr 2022 gegenüber dem ersten Halbjahr angestiegen. Der Tüv Nord biete deshalb an vielen Standorten auch am Samstag Prüfungen an.

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„Wir stocken die Zahl unserer Prüferinnen und Prüfer kontinuierlich auf, die intensive Ausbildung dauert zwei Jahre“ erklärte der Sprecher. Zudem würden Mitarbeitende aus anderen Arbeitsgebieten abgezogen und Ruheständler reaktiviert werden.

Gute Ausbildung der Fahrschulen wichtig

Aber auch die Fahrschulen könnten die Wartezeiten verkürzen, indem sie nicht benötigte gebuchte Prüfungen rechtzeitig zurückgeben. „Wichtig ist auch eine gute Ausbildungsqualität der Fahrschulen, die nicht immer gegeben ist - jede nicht bestandene Prüfung führt zu einer Verlängerung der „Bugwelle“, erläuterte Stroh.

Weil auch Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer erkranken, fielen vereinbarte Prüfungen immer wieder ersatzlos aus. Fingerpointing seitens der Fahrschulen auf den TÜV helfe keinem weiter, betonte Stroh.

Von RND/dpa

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