Prozess in Osnabrück

Reinigungskraft erhält versehentlich 200.000 Euro zu viel

Eine Reinigungskradt wischt einen Flur (Symbolbild).

Eine Reinigungskradt wischt einen Flur (Symbolbild).

Osnabrück. Eine geringfügig beschäftigte Putzfrau hat weit über 200 000 Euro Gehalt zu viel bekommen - der Prozess um die Rückzahlung verzögert sich jetzt. Eigentlich sollte die 27-Jährige am Donnerstag in einem Berufungsverfahren am Landgericht Osnabrück erscheinen. Der Termin musste jedoch kurzfristig abgesagt werden, denn die Frau befindet sich derzeit in ihrer Heimat Bulgarien.

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„Es hat sich erst jetzt herausgestellt, dass sie die Ladung nicht oder nicht rechtzeitig erhalten hat„, sagte ein Gerichtssprecher am Mittwoch. Die 27-Jährige habe gesagt, kurzfristig keinen Flug mehr nach Deutschland zu bekommen. Daher müsse der Termin verlegt werden - ein Ausweichdatum stehe noch nicht fest.

Arbeitgeber fordert Geld zurück

Die Frau soll im Juni 2018 von ihrem Arbeitgeber versehentlich 225.285 Euro als Gehalt ausgezahlt bekommen haben – normalerweise bekommt sie pro Monat 340 Euro. Zwar habe der Arbeitgeber das Geld schnell zurückgefordert. Die Frau soll aber die Rückzahlung immer wieder verzögert und auch erhebliche finanzielle Gegenleistungen gefordert haben, teilte das Gericht mit. Am Arbeitsgericht habe sie zwar der Rückzahlung zugestimmt. Allerdings soll sie zu diesem Zeitpunkt schon rund 100.000 Euro durch Abhebungen und Überweisungen beiseite geschafft haben. Rechtlich ist sie zur Rückzahlung des zu viel gezahlten Gehalts verpflichtet.

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Das Amtsgericht hatte die Frau bereits wegen versuchter Erpressung zu einer Geldstrafe von 1200 Euro verurteilt. Die Staatsanwaltschaft war gegen diese Entscheidung in Berufung gegangen.

Von RND/dpa

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