Osnabrücker Wallfahrt

Tausende Menschen pilgern nach Telgte

Pilger der 166. Telgter Wallfahrt gehen auf einer Straße. Teilnehmer aus ganz Deutschland werden zu der zweitägigen Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte im Münsterland erwartet.

Pilger der 166. Telgter Wallfahrt gehen auf einer Straße. Teilnehmer aus ganz Deutschland werden zu der zweitägigen Wallfahrt von Osnabrück nach Telgte im Münsterland erwartet.

Osnabrück. Halbzeit für die Pilger der Osnabrücker Wallfahrt: „Wir haben die Hälfte der Wegstrecke geschafft“, sagte Organisator Karl-Heinz Schomaker am Sonnabendmorgen, nachdem die Wanderer den Predigtpunkt Oedingberge an der Grenze zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen passiert hatten. Dank des guten Wetters hätten sich bereits fast 5000 Pilger dem Zug angeschlossen. Die ersten Pilger waren um 3.00 Uhr früh am Sonnabendmorgen in Osnabrück aufgebrochen, um ins 40 Kilometer entfernte Telgte zu wandern.

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Die Wallfahrt findet in diesem Jahr zum 166. Mal statt. Ziel ist die Wallfahrtskapelle in dem münsterländischen Ort. Insgesamt nehmen an der Traditionswallfahrt mehrere Tausend Menschen teil, die nicht nur aus Osnabrück und dem Münsterland kommen, sondern auch aus anderen Teilen Deutschlands anreisen. Er halte es für möglich, dass auch in diesem Jahr rund 8000 Menschen teilnehmen, sagte der Organisator Karl-Heinz Schomaker. Die Wallfahrt gehört zu den größten in Deutschland.

Erstmals Funkgeräte im Einsatz

Ziel der Prozession unter dem Motto „Suche Frieden“ ist das Gnadenbild der „schmerzhaften Maria“ in der Telgter Wallfahrtskapelle. Trotz Ferienzeit sei der Zuspruch bei „bestem Wallfahrtswetter und leichtem Wind “erneut unglaublich, sagte Schomaker. 2017 hatten sich bei strahlendem Sonnenschein mehr als 12.000 Menschen beteiligt.

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Als Neuheit kämen in diesem Jahr Funkgeräte zum Einsatz, um Gebete und Lieder zu koordinieren. So ergebe sich immer wieder das imposante Schauspiel, dass der teils 800 bis 1.000 Meter lange Zug gleichzeitig anfange zu Singen oder zu beten. „Das erlebt man nicht alle Tage“, betonte Schomaker.

Im Krieg verboten

Im März 1852 hatten Osnabrücker Bürger den Wunsch geäußert, am Fest Mariä Heimsuchung eine Pilgerreise nach Telgte zum Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes zu unternehmen. In den Kriegsjahren 1864 bis 1866, 1914 bis 1918 und zwischen 1938 und 1944 war die Wallfahrt zwar verboten. Dennoch machten sich auch in diesen Zeiten viele Gläubige auf den Weg.

Von RND/dpa/epd

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