Nahe Dissen am Teutoburger Wald

Vier junge Männer fahren in den Tod

Tödlicher Unfall bei Dissen: Der Wagen wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Transporter auseinandergerissen.

Tödlicher Unfall bei Dissen: Der Wagen wurde bei dem Zusammenstoß mit dem Transporter auseinandergerissen.

Osnabrück. Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am späten Mittwochabend vier junge Menschen ums Leben gekommen. Drei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren starben noch an der Unfallstelle in Dissen am Teutoburger Wald (Kreis Osnabrück). Ein 17-Jähriger erlag auf dem Weg ins Krankenhaus seinen schweren Verletzungen, wie der Osnabrücker Polizeisprecher Phil Havermann am Donnerstag berichtete. Eine 16-Jährige Beifahrerin überlebte schwer verletzt. Der angeforderte Rettungshubschrauber drehte wieder ab. Das Mädchen konnte an der Unfallstelle so weit stabilisiert werden, dass es mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht wurde.

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Auf regennasser Fahrbahn war der Audi der jungen Leute gegen 21 Uhr ins Schleudern geraten und mit einem entgegenkommenden Abschleppwagen zusammengeprallt. An der Unfallstelle ist Tempo 70 vorgeschrieben. „Wahrscheinlich war überhöhte Geschwindigkeit bei nasser Straße die Ursache des Unfalls“, sagte Polizeisprecher Havermann. Sicher ist das aber nicht. Das Auto der jungen Leute wurde bei dem Aufprall auseinandergerissen. Fahrer und Beifahrer des Abschleppwagens, ein VW Crafter, wurden leicht verletzt. Anwohner hatten einen lauten Knall gehört und die Rettungskräfte alarmiert.

Der 18-jährige Fahrer besaß erst seit Kurzem den Führerschein. Von einem typischen Fahranfängerunfall wollte Polizeisprecher Havermann trotzdem nicht sprechen. „Das wäre reine Spekulation. Bei dem Wetter hätte das auch einem erfahrenen Fahrer passieren können.“

Nach Angaben der Polizei stammen die vier Todesopfer aus der Umgebung: Zwei der jungen Männer lebten in Bad Iburg, zwei in Bad Laer. Gestern standen sechs Grablichter am Straßenrand. Die Eltern der jungen Opfer werden von Seelsorgern betreut, berichtete Polizeisprecher Havermann. „Sie waren natürlich schockiert, als wir ihnen die Nachricht überbracht haben.“

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Die Untersuchungen an den Unfallfahrzeugen laufen noch. Die Polizei will ermitteln, wie schnell der Wagen tatsächlich unterwegs war. Denn laut Zeugenaussagen war der Audi der jungen Leute nicht mit übermäßig hoher Geschwindigkeit unterwegs.

Zum Zeitpunkt des Unfalls, als das Auto in einer lang gezogenen Rechtskurve aus der Spur geriet, hat es aber stark geregnet. Mit der Fahrerseite prallte der Audi in den Abschleppwagen, der einen Oldtimer auf der Ladefläche transportierte. Auch die beiden nur leicht verletzten Insassen des Transporters sollten noch zum Unfallhergang befragt werden. Die Feuerwehr hatte die Unfallstelle ausgeleuchtet, damit die Untersuchungen noch in der Nacht beginnen konnten. Die Straße war bis 1 Uhr am Donnerstagmorgen gesperrt.

Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach bei vier Todesopfern bleiben. „Die gute Nachricht des Tages lautet: Der Zustand der 16-Jährigen ist stabil.“ Das Mädchen liege zwar noch im Krankenhaus, sagte Havermann. „Es besteht aber keine Lebensgefahr mehr.“

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