Nach Orkantief in Niedersachsen

Weiterhin Verspätungen und Zugausfälle bei Deutscher Bahn

Ein Schild „Hannover Hauptbahnhof“ liegt zerstört im Hauptbahnhof Hannover.

Ein Schild „Hannover Hauptbahnhof“ liegt zerstört im Hauptbahnhof Hannover.

Hannover. Bahnreisende müssen sich im Norden und Nordosten Deutschlands wegen der Sturmschäden bis mindestens Montagnachmittag auf starke Einschränkungen einstellen. Die Bahn riet dazu, Reisen von und nach Hamburg möglichst zu verschieben. Zwischenzeitlich seien jedoch zwischen Hamburg und Hannover wieder Fernverkehrszüge unterwegs - mit Umleitung über Bremen und 60 Minuten längerer Fahrtzeit. Seit dem Mittag gebe es auch wieder Züge von Stuttgart beziehungsweise München über Köln – Dortmund nach Bremen und Hamburg.

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Passagieren rät die Bahn, sich eine Stunde vor Fahrtbeginn über die aktuellen Verbindungen zu informieren. Vor dem Fahrtantritt empfahl sie, sich bei der kostenlosen Sonderhotline unter 08000 99 66 33 zu informieren.

Regionaler Zugverkehr noch eingeschränkt

Die schweren Stürme in den vergangenen Tagen haben im Streckennetz der Bahn noch mehr Schäden hinterlassen als zunächst gedacht. Dies sei bei weiteren Erkundungsfahrten und Helikopter-Flügen festgestellt worden, teilte die Deutsche Bahn am Sonntag mit. „Seit Beginn der Unwetterserie am Mittwochabend waren zwischenzeitlich insgesamt über 6000 Kilometer des Streckennetzes nicht befahrbar“, sagte ein Sprecher. Derzeit seien noch 874 Kilometer Bahnstrecken von Schäden betroffen, hieß es am Sonntagmittag.

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Nach Angaben der Bahn sind rund 2000 Einsatzkräfte rund um die Uhr im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu beseitigen und Oberleitungen zu reparieren. Dies könne aber angesichts der Menge nur Schritt für Schritt erfolgen. Fünf Reparatur-Spezial-Züge seien eingesetzt.

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Extrem betroffen sei unter anderen die Strecke zwischen Hannover und Hamburg. Hier seien reihenweise Bäume umgemäht und kilometerlange Schäden an den Oberleitungen zu verzeichnen. Zudem müssten Oberleitungsmasten teilweise komplett neu gesetzt werden. Im Bereich Uelzen südöstlich von Hamburg muss die Oberleitungskonstruktion auf einer Länge von 600 Metern komplett neu aufgebaut werden.

Auch der regionale Zugverkehr von Metronom, Enno und Erixx ist nach dem Orkantief „Zeynep“ im Norden noch eingeschränkt. Wie ein Sprecher der Eisenbahngesellschaft Metronom am Samstag sagte, sind ersatzweise Busse unterwegs. Es sei aber mit Wartezeiten zu rechnen.

Von RND/dpa

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