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Weltmeisterschaft im Phaeno

Wer wird Weltmeister im Kopfrechnen?

Teilnehmer sitzen bei der Weltmeisterschaft im Kopfrechnen vor einer Rechenaufgabe.

Teilnehmer sitzen bei der Weltmeisterschaft im Kopfrechnen vor einer Rechenaufgabe.

Wolfsburg. Taschenrechner verboten: 40 Kandidaten sind am Samstag in Wolfsburg in die Weltmeisterschaft im Kopfrechnen gestartet. Sie treten in verschiedenen Disziplinen an. Die Sieger der zweitägigen WM sollen am Sonntagnachmittag feststehen. „Bis dahin sickern auch keine Zwischenergebnisse durch“, sagte Martina Flamme-Jasper vom Wissenschaftsmuseum Phaeno, dem Austragungsort des Wettkampfes. Teilnehmer und Jury seien bis zur Verkündung des Gewinners abgeschottet.

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Der jüngste WM-Teilnehmer ist ein zwölf Jahre alter japanischer Schüler, der älteste ein 74 Jahre alter Pensionär aus Frankreich, wie Hauptschiedsrichter Ralf Laue sagte. Der Informatikprofessor aus Zwickau (Sachsen) organisiert den Wettbewerb alle zwei Jahre. Bisherige Aufgaben waren zum Beispiel: 14.130.214 x 17.981.822 oder 57.809.355 + 28 x 16.448.333.

Zuschauer verboten

Da Zuschauer nicht erlaubt sind, gab es am Nachmittag eine Show, bei der Teilnehmer gegen Gäste aus dem Publikum mit Taschenrechner antraten. Der 16 Jahre alte Wenzel Grüß aus Lastrup demonstrierte, wie er beim Rechnen einen Ball mit dem Kopf in der Luft hält. Er ist einer von sieben Deutschen im Wettbewerb. Insgesamt versuchten 82 Kandidaten aus mehr als 20 Ländern, sich für den Wettbewerb zu qualifizieren. Grüß war schon vor zwei Jahren als damals 14-Jähriger in Bielefeld dabei.

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Mit Begriffen wie Superhirn, Genie oder Wunderkind kann Veranstalter Laue wenig anfangen. „Kopfrechnen lässt sich trainieren“, sagte er. Viele Teilnehmer übten etliche Stunden am Tag. In Indien oder Singapur gebe es sogar in Stadien ausgerichtete Rechenwettbewerbe.

Zu den Disziplinen zählt zum Beispiel das Quadratwurzelziehen aus sechsstelligen Zahlen. Beim Vielseitigkeitsrechnen bekommen die Kandidaten Überraschungsaufgaben, für die sie schnell eine Lösungsstrategie finden müssen. Hier hätten auch die Deutschen gute Chancen, sagte der Hauptschiedsrichter. Ansonsten seien häufig Asiaten im Vorteil, weil dort schon im frühen Kindesalter Kopfrechnen intensiver und mit anderen, effektiven Methoden gelernt werde.

Von dpa/RND

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