Google verbietet Zoom auf Arbeitscomputern

Google verbietet Zoom auf Arbeitsrechnern.

Google verbietet Zoom auf Arbeitsrechnern.

Mountain View. Google blockiert die Software des Videokonferenz-Dienstes Zoom auf den Computern seiner Mitarbeiter, nachdem diverse Sicherheitslücken und Datenschutz-Probleme bekannt wurden. Das Desktop-Programm genüge nicht Googles Sicherheits- Anforderungen, sagte ein Sprecher der Website "Buzzfeed" am Mittwoch. Die Mitarbeiter könnten aber weiterhin Zoom privat im Webbrowser oder auf Smartphones und Tablets nutzen.

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Zoom, eigentlich für den Einsatz in Unternehmen gedacht, wird in der Coronavirus-Krise vermehrt nicht nur zur Heimarbeit, sondern auch für private Videochats, Unterricht und Gottesdienste genutzt. Die tägliche Nutzerzahl sprang von 10 Millionen im Dezember auf zuletzt 200 Millionen hoch. Zugleich wurden Probleme wie die Weitergabe einiger Daten an Facebook bekannt, wie auch eine weniger konsequente Verschlüsselung als von Zoom behauptet.

Zoom sichert sich Unterstützung aus der Branche

Für die Auswertung der Kritik und die Unterstützung hat sich Zoom unterdessen externe Hilfe geholt. Unter anderem verpflichtete die Firma den ehemaligen IT-Sicherheitschef von Facebook, Alex Stamos, als Berater. Außerdem wurde ein beratendes Gremium mit Experten unter anderem von Netflix, Uber und der Spielefirma Electronic Arts gegründet, wie Zoom-Chef Eric Yuan am Mittwoch bekanntgab.

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Stamos genießt viel Respekt in der Branche. Bei Facebook entdeckte sein Team frühzeitig die von Russland aus betriebenen Propaganda-Kampagnen im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Später wurde bekannt, dass er das Top-Management des Online-Netzwerks dazu drängte, die Erkenntnisse schneller öffentlich zu machen. Aktuell forscht Stamos zu Desinformation im Netz an der Stanford-Universität.

RND/dpa

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