Zum Start von “Half-Life: Alyx”: Die beliebesten VR-Brillen im Test

Die Sensoren einer VR-Brille erkennen die Bewegungen des Spielers und geben ihm so den Eindruck, sich wirklich in einer digitalen Welt umzuschauen. (Symbolbild)

Die Sensoren einer VR-Brille erkennen die Bewegungen des Spielers und geben ihm so den Eindruck, sich wirklich in einer digitalen Welt umzuschauen. (Symbolbild)

Hannover. VR-Brillen boomen. Viele Modelle sind jedoch derzeit so gut wie ausverkauft – und das hat mehr als nur einen Grund. Der erste liegt auf der Hand: Im Zuge der Corona-Krise bleiben viele Menschen gerade zu Hause und nutzen jede Möglichkeit, um diese Zeit interessanter zu gestalten. Viele Zocker kauften daher eine VR-Brille – schließlich verspricht Virtual-Reality-Gaming Unterhaltung und Weltflucht zugleich. Aber schon bevor Hersteller durch die Pandemie Schwierigkeiten bei Produktion und Lieferung bekommen haben, waren viele Modelle bereits vergriffen – und das liegt nicht zuletzt am neuen VR-Game “Half-Life: Alyx” (Valve, 49,99 Euro, erscheint am 23. März 2020).

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“Half-Life”: Fans warten jahrelang auf Fortsetzung

Bevor Fans sich eine neue Konsole oder ein anderes Spielgerät kaufen, wollen sie wissen, welche Spiele darauf laufen. Dabei geht es nicht nur um eine runde Auswahl. Es geht auch um die sogenannten “Pflichtspiele” – um Titel, die Gamern so wichtig sind, dass sie in Online-Foren ganz heiß erwartet werden. Wer mitreden will, der muss sie gespielt haben. Zwei dieser Meilensteine setzte die “Half-Life-Serie”. 1998 erschien der erste Teil, sechs Jahre später “Half-Life 2″. Das erste Spiel beeindruckte Gamer mit einer atmosphärisch dichten Erzählung, das zweite überzeugte mit der detaillierten Simulation seiner Spielwelt. Aber seit über zehn Jahren ist in der Serie nichts mehr passiert. Das Warten auf einen dritten Teil ist in der Fanszene zu einem Witz verkommen.

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Nun hat Entwicklerstudio Valve zwar keine Fortsetzung angekündigt, aber immerhin eine Alternative, über die sich viele Fans freuen düften: “Half-Life: Alyx”, ein opulentes Spin-Off-Spiel. Es soll kein kleiner Happen werden, kein abgespecktes Abenteuer. Im Gegenteil: es soll demonstrieren, warum Valve seit Jahren zu den größten Fans und Verfechtern des Mediums VR zählt.

“Half-Life: Alyx” erfordert leistungsfähigen Gaming-PC und VR-Brille

Damit das Spiel läuft, muss der PC einige Mindestanforderungen erfüllen: ein Core i5-7500-Prozessor, 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und GTX 1060-Grafik. Je besser die Leistung des Computers, desto schärfer die Grafik und desto geschmeidiger das Spielerlebnis.

Für den PC allein sollten Neueinsteiger mindestens 1000 Euro einplanen. Und bei dem Preis ist die Brille noch nicht inbegriffen. Alle VR-Brillen in diesem Überblick funktionieren im Ansatz gleich: Die Nutzer setzen ein Gestell auf, mit dem sie durch Linsen auf Bildschirme schauen. Dann erkennen Sensoren die Bewegungen des Spielers und geben ihm so den Eindruck, sich wirklich in einer digitalen Welt umzuschauen. Aber wer verschiedene Brillen aufsetzt, wird schnell merken: zwischen den Modellen gibt es offensichtliche Qualitätsunterschiede.

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“Valve Index”: Luxus-Brille ist bis auf weiteres ausverkauft

Valve war einmal ein reines Software-Unternehmen, hat aber in Kooperation mit HTC das VR-Brillenmodell “Vive” (ca. 540 Euro) entwickelt. Seit 2019 verkauft der Konzern die Luxus-Brille “Valve Index”, deren Qualität deutlich besser ist. Mit der “Index” will Valve zeigen, was VR-Brillen schon heute alles leisten können: Sie hat eine besonders hohe Auflösung, eine schnelle Bildrate und ein großes Sichtfeld. Gespielt wird meist stehend im freien Raum. Menschen, die eine Index aufsetzen, sehen ein scharfes und flüssiges Breitbild. Auch die Bewegungs-Controller sind präzise, erfassen alle Finger der Hand. Die Index kostet mit Controllern und Sensoren 1080 Euro. Wer sie kauft, bekommt das neue Half-Life-Spiel von Valve geschenkt. Aber wer “Alyx” am 23. März schon spielen will, der hat Pech: Die Brille ist bis auf weiteres ausverkauft. Schon vor der Corona-Krise haben die wenigsten noch ein Exemplar für sich sichern können. Wer also einen dringenden Ausweg aus der Langeweile daheim sucht, der muss zur Konkurrenz greifen.

Die beste Budget-Brille: Playstation VR überzeugt – ist jedoch für “Half-Life” nicht geeignet

Auch in Zeiten von Corona ist diese Brille schnell lieferbar: Die Playstation VR ist schon lange der Bestseller unter den VR-Brillen. Die Brille funktioniert nur in Verbindung mit einer Playstation 4. Je nach Ausstattung liegen Handelspreise ohne die Spielkonsole zwischen 300 und 450 Euro. Die Move-Bewegungscontroller sind empfehlenswert, aber optional. Auch mit einer Playstation-Konsole ist die Sony-Brille vergleichsweise günstig. Das merken Nutzer: Viele Spiele werden am besten im Sitzen und mit Gamepad gespielt. Dazu ist das Bild merklich verschwommener. Dafür sitzt die Brille immerhin sehr bequem auf dem Kopf. Aber für Fans von “Half-Life” ist sie leider gar keine Lösung: Das neue Spiel erscheint nur für den PC und nicht für die Playstation. Wer aber etwas anderes als Shooter mag und Interesse an Virtual-Reality hat, dem bietet Sony eine gute Spiele-Auswahl.

Oculus “Rift S” und"Quest" bieten viele Möglichkeiten für niedrigen Preis

Oculus ist eine erschwingliche Brille, auf der fast alles läuft. Allerdings ist auch sie beim Hersteller gerade nicht auf Lager. Wer sie in der laufenden Corona-Krise kaufen will, der muss sich online gut umschauen. Generell hat der Hersteller mit “Rift” und “Rift S” zwei sehr ähnliche Modelle, die wie Valves “Index” per Kabel an den Computer angeschlossen werden. Interessanter ist die Oculus “Quest”: Sie ist eine der ersten Brillen, die aufwendige Titel auch ohne zusätzliche Hardware abspielt. Spieler brauchen also keinen starken PC. Aber mit bestimmten USB-Kabeln lässt sich die “Quest” auch an den Computer anschließen und wie eine normale PC-VR-Brille nutzen. So ist sie auch für “Half-Life: Alyx” geeignet – Voraussetzung ist natürlich wieder ein teurer Gaming-PC. Für die “Quest” und andere Oculus-Brillen gibt es auch eine Auswahl guter Exklusivspiele, die nicht woanders laufen. Die Oculus “Quest” bietet also besonders viele Optionen – und zeigt zudem auch ein recht scharfes Bild. Aber sie ist bei längeren Spielzeiten nicht die bequemste Brille: sie verteilt das Gewicht schlecht am Kopf, drückt auf die Stirn und zieht im Nacken. Die aktuellen Oculus-Modelle kosten ab 450 Euro – wenn sie neu und zum Listenpreis gekauft werden.

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Viele Nischenmodelle sind verfügbar – und “Half-Life"-tauglich

Hersteller wie HTC und Pimax vertreiben noch leistungsstarke, aber teure VR-Brillen für den PC. Die Luxuslösung “HTC VIVE Cosmos Elite” hat sogar Half-Life: Alyx im Gepäck, kostet aber auch satte 1000 Euro. Deutlich billiger sind die mehrheitlich gefloppten Brillen verschiedener Hersteller unter dem Label “Windows Mixed Reality”. Wer eine dieser Brillen kauft, entscheidet sich für ein Nischenmodell. Das muss nicht schlecht sein – schließlich sind viele der Modelle lieferbar. Wer den eigenen vier Wänden entkommen will, der findet hier Hilfe. Die Brillen funktionieren auch am PC, sie sind ebenfalls “Half-Life”-tauglich und einige von ihnen können mit guter Bildqualität oder hohem Tragekomfort punkten. Wer sich auf so ein Modell einlässt, der sollte ein bisschen Geduld und PC-Erfahrung mitbringen. Denn VR-Gaming am PC ist ohnehin schon nichts für Menschen mit Technikphobie. Wer es mit älteren oder weniger bekannten Brillen versucht, der findet online weniger Hilfe und Unterstützung.


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