Corona-Impfstoff zum Inhalieren: Forschende suchen Teilnehmende für Studie

MHH-Professor Reinhold Förster arbeitet an einem Impfstoff gegen Corona, der sich einatmen lässt.

MHH-Professor Reinhold Förster arbeitet an einem Impfstoff gegen Corona, der sich einatmen lässt.

Hannover. Forschende aus Hannover haben einen Corona-Impfstoff zum Inhalieren entwickelt und suchen dafür nun Teilnehmerinnen und Teilnehmer für eine Studie. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) sind bei der Entwicklung des Vakzins bereits weit fortgeschritten, wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (HAZ) berichtet. Nun solle die Verträglichkeit des Mittels als Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 getestet werden.

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Das Vakzin werde nicht wie die bisherigen Corona-Impfstoffe per Spritze verabreicht, sondern inhaliert. Dabei solle es direkt in der Lunge wirken, da das Sars-CoV-2-Virus zuerst die oberen Atemwege befalle. „Wir wollen die Immunantwort des Körpers auf den Erreger in dem Organ auslösen, wo sie am dringendsten gebraucht wird“, sagte der MHH-Immunologe Reinhold Möller gegenüber der „HAZ“.

Tierversuche mit Hamstern zeigen gutes Ergebnis

Der Impfstoff wird über ein elektronisches Gerät, das einem Inhalator ähnelt, vernebelt. Dieser wird dann über ein Mundstück als feine Aerosole eingeatmet. Dafür wird das gut erforschte Modified-Vaccinia-Ankara-Virus (MVA) verwendet, ein verändertes Pockenvirus. Es wird häufig eingesetzt, um Teile von Krankheitserregern in den menschlichen Organismus zu transportieren. Der Impfstoff solle dann eine Immunreaktion gegen das Spikeprotein des Coronavirus hervorrufen. In Tierversuchen mit Hamstern bewies sich das Vakzin bereits als wirkungsvoll. Alle Tiere waren nach der Impfinhalation komplett geschützt, wie der Immunologe Reinhold Förster der „HAZ“ berichtet.

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An der Studie teilnehmen dürfen gesunde Menschen, die bereits zweimal gegen das Coronavirus geimpft sind und zwischen 18 und 60 Jahre alt sind. Sind Teilnehmende bereits geboostert, muss die Auffrischimpfung mehr als drei Monate her sein. Weitere Informationen finden Sie hier.

RND/mr

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