Coronavirus: So sieht der Krankheitsverlauf von Covid-19 aus

Eine Corona-Infektion macht sich nicht immer gleich bemerkbar – Husten tritt zwar häufig auf, aber nicht bei allen Betroffenen.

Eine Corona-Infektion macht sich nicht immer gleich bemerkbar – Husten tritt zwar häufig auf, aber nicht bei allen Betroffenen.

Hannover. Das Coronavirus und seine Folgen sind schwer berechenbar. Warum die Krankheitsverläufe von Covid-19 so unterschiedlich ausfallen, können sich Wissenschaftler aufgrund mangelnder Datengrundlage und Studien aktuell nicht erklären. Bei einigen Personen führt die Erkrankung zu milden Beschwerden, bei anderen zu schweren bis zum Tod – wiederum andere bemerken den Verlauf nicht einmal.

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Laut dem Robert-Koch-Institut können keine allgemeingültigen Aussagen zum “typischen” Krankheitsverlauf getroffen werden. Bestimmte Stufen einer Erkrankung an Covid-19 lassen sich dennoch festhalten.

Stufe eins: Infektion mit Corona

Der Hauptübertragungsweg scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Beim Husten und Niesen entstehen Tröpfchen, diese können laut dem RKI beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und gegebenenfalls des Auges aufgenommen werden. Auch eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen, gerade in der Umgebung des Infizierten, ist nicht auszuschließen. Zudem halten einige Experten auch eine Infektion durch Luftbewegung für möglich.

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Dabei merkt die infizierte Person nicht sofort, dass Coronaviren in den Körper gelangt sind. Die ersten Anzeichen treten durchschnittlich innerhalb der ersten fünf bis sechs Tage auf, wie man der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung entnehmen kann. Die Inkubationszeit kann aber auch bis zu 14 Tage betragen. Laut Experten treten bei den meisten Betroffenen frühestens nach drei Tagen die ersten Symptome auf.

Stufe zwei: Symptome zeigen sich

Die ersten Anzeichen von Covid-19 zu erkennen, ist wichtig, aber schwierig. Schlägt das Immunsystem durch Abwehrreaktionen wie Fieber oder Husten Alarm, merken die meisten, dass etwas nicht stimmt. Das Robert-Koch-Institut hat mittlerweile von mehr als 67.000 Menschen in Deutschland Begleiterscheinungen ausgewertet. Die häufigsten Symptome:

  • Husten (52%)
  • Fieber (42%)
  • Schnupfen (22%)
  • Lungenentzündung (2%)

Weitere Symptome sind beispielsweise Halsschmerzen, Atemnot, Kopf- und Gliederschmerzen, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen oder Durchfall. Außerdem wird zunehmend von der Beeinträchtigung des Geruchs-/Geschmackssinns berichtet – teils schon zu einem frühen Zeitpunkt der Erkrankung. Jedoch schlägt bei einigen Infizierten das Immunsystem gar nicht Alarm. Wenn 52 Prozent der Erkrankten husteten, heißt das im Umkehrschluss auch, dass es 48 Prozent nicht taten.

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Zudem ähneln gerade anfangs viele Symptome denen einer normalen Grippe oder Erkältung, weshalb viele Betroffene verunsichert sind. Deshalb sollte unbedingt zunächst der Hausarzt kontaktiert werden oder die Nummer 116 117 gewählt werden. Der Arzt findet durch Fragen heraus, wie wahrscheinlich eine Corona-Infektion ist und ob man zur Risikogruppe gehört.

Stufe drei: Entscheidung über Verlaufskurve

Ist man bereits infiziert und die ersten Symptome zeigen sich, entscheiden die nächsten Tage. Es kann bei den ersten Beschwerden bleiben, wenn sich das Immunsystem gegen die Erreger durchsetzt – eine Verbreitung der Viren wird verhindert. Dann sprechen Ärzte von einem milden bis moderaten Verlauf. In der Regel können sich Erkrankte einfach zu Hause auskurieren.

Problematisch wird es, wenn das Immunsystem versagt und sich das Virus ausbreiten kann. Gelangt es bis tief in die Lunge, droht eine Lungenentzündung, welche je nach Patient mild bis schwer verlaufen kann. 14 Prozent der in China erfassten Fälle verliefen laut dem RKI schwer – mit Atemnot, Sauerstoffsättigung unter 94 %, oder Lungeninfiltraten in mehr als der Hälfte der Lunge-, aber nicht lebensbedrohlich. In 6 % war der klinische Verlauf kritisch bis lebensbedrohlich, also mit Lungenversagen, septischem Schock oder multiplem Organversagen.

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Stufe vier: Genesung oder Tod

Der Tod ist das schlimmste Ende des Verlaufs einer Covid-19-Erkrankung – im Schnitt 18 Tage nach den ersten Beschwerden. Wie viele der Betroffenen sterben, ist noch unklar, weil die Zahl aller Infizierten nicht bekannt ist. In Deutschland sind bisher mehr als 103.300 Menschen infiziert, es gibt über 1800 Todesfälle und etwa 36.000 Genesene (Stand: 07.04.2020).

Verläuft die Erkrankung leicht bis moderat, dauert es etwa ein bis zwei Wochen, bis man wieder vollends genesen ist, hat die WHO anhand von Daten aus China festgestellt. Hatte der Betroffene einen schweren Verlauf, kann es drei bis sechs Wochen dauern, ehe er wieder gesund ist. Nach bisherigen Erkenntnissen sind Erkrankte zumindest für eine gewisse Zeit vor einer erneuten Infektion durch das Coronavirus geschützt.

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