Deutsche in Wuhan: Unter diesen Bedingungen ist die Luftwaffe unterwegs

Eine Maschine der Bundeswehr steht auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Wahn. Die Luftwaffe startet einen Rückholungsflug für Deutsche in die schwer vom Coronavirus betroffene chinesische Provinz Hubei.

Eine Maschine der Bundeswehr steht auf dem militärischen Teil des Flughafens Köln-Wahn. Die Luftwaffe startet einen Rückholungsflug für Deutsche in die schwer vom Coronavirus betroffene chinesische Provinz Hubei.

Berlin/Köln. Der graue Airbus A310 der Luftwaffe hob am Freitag gegen 12 Uhr vom Flughafen Köln-Wahn ab. Verschärfte Sicherheitsbedingungen gelten nicht. Das Flugzeug ist – abgesehen von der militärischen Außenfarbe – eine Passagiermaschine. „Wie eine normale Linienmaschine der Economy-Klasse konfiguriert, hat die Maschine Platz für bis zu 214 Passagiere“, schreibt die Bundeswehr über den regulären Betrieb des Flugzeugs. Der Luftkreislauf der Piloten lässt sich von dem der Passagiere trennen. Neben der Besatzung begleitet nach Angaben aus Regierungskreisen ein Krisenunterstützungsteam mit medizinischer und konsularischer Fachexpertise den Flug.

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Coronavirus: Keine Infizierten unter den Deutschen in Wuhan

Das medizinische Gegenstück zu dem Airbus wäre der „Airbus A310 MedEvac“, also eine Art fliegendes Krankenhaus zur medizinischen Evakuierung von Patienten über große Distanzen. Dieses Flugzeug könnte sechs Intensivpatienten und weitere 38 Patienten liegend transportieren.

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In der Region um die chinesische Millionenstadt Wuhan hielten sich geschätzt 90 Deutsche auf. In der Maschine sollen außerdem 40 Angehörige mit anderer Staatsangehörigkeit an Bord sein. Nach Angaben von Außenminister Heiko Maas (SPD) gebe es unter den Passagieren des Rückholfluges niemanden, der infiziert sei, auch keine Verdachtsfälle.

Rückholaktion der Bundeswehr: Auswärtiges Amt erklärt Bedingungen für die Mitreise

In einem Schreiben informierte das Auswärtige Amt die Passagiere über den geplanten Starttermin und die Bedingungen für die Mitreise. Dabei handelt es sich um folgende Punkte:

  • Das Angebot des Mitflugs gilt für die angeschriebenen deutschen Staatsangehörigen, ihre Ehepartner und ihre Kinder.
  • Es dürfen nur Personen ausreisen, die zum Zeitpunkt der Ausreise gesund sind. Die chinesischen Behörden werden vor dem Einstieg in den Flieger einen Gesundheitscheck durchführen und können bei Symptomen oder Verdacht auf eine Erkrankung die Ausreise verweigern.
  • Die überwiegenden Kosten des Fluges wird die Bundesregierung tragen, die Passagiere müssen sich allerdings beteiligen. „Die konkrete Höhe der Kostenbeteiligung steht bisher nicht fest. Sie wird sich an der Höhe eines normalen Economy-Flugtickets orientieren“, heißt es in dem Schreiben.
  • Das Verfahren nach Einreise in Deutschland werde zwischen den zuständigen Gesundheitsbehörden abgestimmt. „Sie müssen damit rechnen, dass Ihre Mobilität in der ersten Zeit in Deutschland deutlich eingeschränkt wird“, heißt es in dem Schreiben des Auswärtigen Amts.

Quarantäne in deutscher Kaserne

Mittlerweile ist klar, dass die Passagiere nach ihrer Ankunft in Frankfurt 14 Tage lang auf dem Luftwaffenstützpunkt Germersheim in Rheinland-Pfalz in Quarantäne sollen. Die Ankunft in Deutschland ist an diesem Samstag vorgesehen.

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Die Luftwaffe hatte sich seit Tagen bereitgehalten und war nach Angaben aus der Luftwaffe praktisch durchgehend startbereit. Was fehlte, war die offizielle Genehmigung, weil Details der Rückholung nicht geregelt waren. Dazu zählen die Zustimmung der chinesischen Behörden und die Frage, wie genau die Isolierung der möglicherweise infizierten Passagiere organisiert werden soll.

RND/dpa

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