Geflügelpest bei Menschen nachgewiesen – keine Hinweise in Deutschland

In Deutschland gibt es laut Friedrich-Löffler-Institut bislang keine Hinweise auf Erkrankungen von Menschen an der Geflügelpest, wenngleich eine Übertragung auf Menschen nicht ausgeschlossen werden kann.

In Deutschland gibt es laut Friedrich-Löffler-Institut bislang keine Hinweise auf Erkrankungen von Menschen an der Geflügelpest, wenngleich eine Übertragung auf Menschen nicht ausgeschlossen werden kann.

Hannover. In Russland wurden erstmals Infektionen mit dem Geflügelpestvirus des Subtyps H5N8 bei Menschen festgestellt. In Deutschland gebe es bislang keine Fälle, teilt das Friedrich-Loeffler-Institut am Montag mit. „Trotz des umfangreichen und nach wie vor aktiven Geschehens bei Geflügel und Wildvögeln liegen bisher keine Hinweise auf humane Infektionen oder natürliche Infektionen bei Säugetieren in Deutschland oder anderen europäischen Ländern außerhalb Russlands vor“, heißt es vom Institut in einer Pressemitteilung.

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Bei Geflügelpestviren könne immer die Möglichkeit bestehen, dass sich die Eigenschaften verändern – unter anderem auch bei der Übertragbarkeit. „Zudem können bei einer hohen Viruslast, wie sie in betroffenen Geflügelhaltungen zu erwarten ist, sporadische Übertragungen auf Menschen nicht ausgeschlossen werden“, so das Institut.

Übertragung über Lebensmittel unwahrscheinlich

In Deutschland werde im Umfeld von Geflügelpestausbrüchen insbesondere auf mögliche empfängliche Säugetiere wie Katzen und Marder geachtet, da einige Tiere dieser Arten auf der Insel Rügen im Jahre 2006 bei dem durch H5N1 verursachten Geflügelpestgeschehen betroffen waren. Seit Herbst 2020 kommt es in Europa immer wieder zu zahlreichen Ausbrüchen bei Geflügel. Dafür seien der Virussubtyp H5N8 sowie weitere H5-Subtypen bei Wildvögeln verantwortlich.

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Bei Hühnern und Puten werden die höchsten Erkrankungs- und Sterberaten beobachtet. Eine Übertragung über infizierte Lebensmittel gilt aber als unwahrscheinlich.

Das ist bei Kontakt zu tun

Menschen, die in Kontakt mit infiziertem Geflügel kommen, sollten für mindestens zehn Tage auf das Auftreten von Symptomen achten. Eins sei vor allem eine Bindehautentzündung. „Falls Symptome auftreten, sollte unverzüglich ärztliche Hilfe in Anspruch genommen und eine Testung auf Influenzaviren durchgeführt werden“, informiert das Institut. Darüber hinaus gelten allgemeine Hygieneregeln: So sollten tote Vögel nicht mit bloßen Händen angefasst werden. Falls es doch zum Kontakt gekommen ist, sollten sich unverzüglich die Hände gründlich gewaschen werden. Auch das Robert-Koch-Institut hat auf seiner Webseite Empfehlungen formuliert.

Infizierte haben sich wieder erholt

Die Fälle in Russland ereigneten sich im Süden des Landes. Sieben Mitarbeiter einer Geflügelfarm seien im Dezember erkrankt. Eine Weiterverbreitung von Mensch zu Mensch wurde nicht beobachtet. Das Forschungszentrum Vektor in der sibirischen Großstadt Nowosibirsk hatte demnach die Übertragung mit dem Virus vom Typ H5N8 nachgewiesen und die wissenschaftlichen Daten dazu bereits an die Weltgesundheitsorganisation WHO übermittelt.

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Russlands oberste Amtsärztin Anna Popowa sagte am Wochenende im Staatsfernsehen, dass es den Betroffenen gut gehe, sie hätten sich wieder erholt. Die Krankheit sei mild verlaufen.

mit dpa

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