Report der DAK

Krankschreibungen wegen psychischer Erkrankungen auf neuem Höchststand

Im Vergleich zu 2019 sind die Krankschreibungen aufgrund von Depressionen um 2,7 Prozent angestiegen.

Im Vergleich zu 2019 sind die Krankschreibungen aufgrund von Depressionen um 2,7 Prozent angestiegen.

Hamburg. Der Arbeitsausfall wegen psychischer Erkrankungen hat in Deutschland einer DAK-Studie zufolge einen neuen Höchststand erreicht. Das Niveau lag im vergangenen Jahr mit 276 Fehltagen je 100 Versicherte um 41 Prozent über dem von vor zehn Jahren, teilte die Krankenkasse am Mittwoch mit und verwies auf ihren aktuellen Psychreport. Ein psychischer Krankschreibungsfall dauerte 2021 durchschnittlich 39,2 Tage. Auch dieser Wert sei so hoch wie noch nie, hieß es. Für die Studie wurden die Daten von 2,4 Millionen DAK-versicherten Erwerbstätigen ausgewertet.

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Während der Pandemie hatten Frauen ab 55 Jahren die mit Abstand höchsten Steigerungsraten. Bei den 55- bis 59-jährigen Frauen erhöhte sich im Vergleich zu 2019 die Anzahl der Fehltage um 14 Prozent, bei den über 60-Jährigen sogar um 20 Prozent. 2021 entfielen in der oberen Altersgruppe je 100 Versicherte durchschnittlich 690 Fehltage. Frauen leiden stärker unter Ängsten, während Männer häufiger wegen Alkoholmissbrauch oder anderem Drogenkonsum krankgeschrieben sind.

Depressionen, Anpassungs- und Angststörungen

Die meisten Krankschreibungen erfolgten bei beiden Geschlechtern aufgrund von Depressionen. Mit 108 Fehltagen pro 100 Versicherte gab es gegenüber 2019 einen Anstieg von 2,7 Prozent. Deutlich zugenommen haben während der Pandemie die Fehlzeiten aufgrund von Anpassungsstörungen. Sie stiegen seit 2019 um fast ein Sechstel. Angststörungen nahmen ebenfalls stark zu. Sie verursachten 21 Ausfalltage je 100 Versicherte - 77 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren.

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Im Branchenvergleich fehlten Beschäftigte im Gesundheitswesen 2021 deutlich häufiger wegen psychischer Erkrankungen als Beschäftigte anderer Branchen. Auf 100 Versicherte im Gesundheitswesen entfielen 397 Fehltage, rund 44 Prozent mehr als im Durchschnitt aller untersuchten Branchen.

RND/epd

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