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Lothar Wieler legt Amt als RKI-Chef nieder

Präsident der Robert Koch-Instituts Lothar Wieler.

Hört als Präsident der Robert Koch-Instituts auf: Lothar Wieler.

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Während der Corona-Pandemie lernte die deutsche Bevölkerung Lothar Wieler in regelmäßigen Statements als Chef des Robert-Koch-Instituts (RKI) kennen. Nun legt er das Amt nieder, wie aus einer Pressemitteilung vom RKI und dem Bundesministerium für Gesundheit hervorgeht.

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Demnach hört er zum 1. April auf. Für eine Übergangszeit wird Wieler durch seinen Stellvertreter Prof. Lars Schaade ersetzt. Wieler wolle sich neuen Aufgaben in Forschung und Lehre widmen. Der Schritt erfolgt im Einvernehmen mit Gesundheitsminister Prof. Karl Lauterbach, heißt es. Wieler hatte das Amt seit rund acht Jahren inne. In dieser Zeit habe er „die Modernisierung der zentralen Einrichtung des Bundes auf dem Gebiet der anwendungs- und maßnahmenorientierten biomedizinischen Forschung wesentlich vorangetrieben“, heißt es in der Mitteilung.

Die Unabhängigkeit der Forschung muss auch zukünftig akzeptiert werden, denn sie ist unabdingbar, damit das RKI seine Aufgaben erfüllen kann.

Lothar Wieler

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„In der Pandemie hat das Robert Koch-Institut seine Exzellenz unter Beweis gestellt“, teilt Wieler selbst mit. Es sei ein Privileg gewesen, in dieser Krise an exponierter Position zusammen mit einem motivierten Team hervorragender Expertinnen und Experten arbeiten zu dürfen. Er schließt einen Appell an: „Die Unabhängigkeit der Forschung muss auch zukünftig akzeptiert werden, denn sie ist unabdingbar, damit das RKI seine Aufgaben erfüllen kann.“

Lothar Wieler verlässt das Robert Koch-Institut

Lothar Wieler hört zum 1. April als Präsident des Robert Koch-Instituts auf. Das teilen RKI und Bundesgesundheitsministerium in einem gemeinsamen Statement mit.

Auch Gesundheitsminister Karl Lauterbach, mit dem es zwischendurch zu Reibungen kam, zeigt sich voll der Lobes für den ausscheidenden RKI-Chef: „Prof. Lothar H. Wieler hat sich als Präsident des Robert Koch-Instituts bei der Bewältigung der Pandemie für das Land bleibende und herausragende Verdienste erworben“, teilt er demnach mit und spricht von „vertrauensvoller Zusammenarbeit“. Er bedauere, dass er das RKI verlassen werde. „Ohne Prof. Wieler wäre Deutschland deutlich schlechter durch diese Pandemie gekommen.“

Auch auf Twitter fand Lauterbach ganz ähnliche Worte und teilte seine Gedanken mit seinen rund eine Millionen Followern. Er dankte Wieler im Namen der gesamten Bundesregierung. „In der Pandemie hat Deutschland Glück gehabt, mit Lothar Wieler einen so kompetenten und qualifizierten Leiter des RKI zu haben. Ohne ihn wäre alles noch sehr viel schwerer gewesen. Ich danke ihm für seine herausragenden Leistungen im Namen der gesamten Bundesregierung“, schrieb Lauterbach in seinem Tweet.

RND/hsc/rix

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