Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

 

Sind Sie bereits Abonnent? Hier anmelden

Sieben-Tage-Inzidenz bei 532,9

RKI meldet 119.360 Corona-Neuinfektionen

Die Corona-Intensivstation im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden. Etwa 34 Patienten werden in der Stadt wegen eine Coronaerkrankung in Kliniken behandelt.

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 532,9 angegeben.

Berlin. Das Robert Koch-Institut (RKI) hat die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstagmorgen mit 532,9 angegeben. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.00 Uhr wiedergeben.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner und Woche bei 488,7 gelegen (Vorwoche: 480,0; Vormonat: 312,1). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Bei den Werten ist zu berücksichtigen, dass einzelne Bundesländer nicht an jedem Tag der Woche Daten melden, am Wochenende zum Beispiel Baden-Württemberg, Niedersachsen, Brandenburg und Sachsen nicht oder nicht vollständig. Das wiederum führt zu Nachmeldungen an Folgetagen. Ein Vergleich von Tageswerten wird damit zunehmend schwieriger.

Infektionen können symptomlos verlaufen

Fachleute gehen seit einiger Zeit zudem von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus – wegen überlasteter Gesundheitsämter und weil nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur diese zählen aber in der Statistik.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige
Mit Viertimpfungen gegen die Sommerwelle? Stiko hält sich bei Empfehlung bedeckt

Die Omikron-Sublinie BA.5 beschert Deutschland derzeit wieder steigende Corona-Fallzahlen. Die Stiko empfiehlt eine vierte Impfung nur für einige Gruppen.

Teilweise werden Infektionen auch gar nicht erst erkannt, weil sie symptomlos verlaufen. Jemand, der keine Symptome hat, kann aber genauso seine Mitmenschen infizieren und zur Ausbreitung des Coronavirus beitragen wie Infizierte mit Symptomen. In den Statistiken unberücksichtigt bleiben ferner Menschen, die sich trotz Symptomen nicht testen lassen.

Viele Infektionen werden nicht erkannt

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt 119.360 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 89.142) und 98 Todesfälle (Vorwoche: 73) innerhalb eines Tages. Die Angaben zu den Corona-Todesfällen sind ebenfalls mit Unsicherheiten behaftet. Denn in die Statistik fließen sowohl direkt an Covid-19 Verstorbene mit ein als auch Menschen mit Grunderkrankungen, die mit Corona infiziert waren, aber bei denen nicht sicher ist, was letzten Endes die Todesursache war. Es wird also nicht zwischen „an“ und „mit Covid-19 verstorben“ unterschieden.

Weiterlesen nach der Anzeige
Weiterlesen nach der Anzeige

Außerdem handelt es sich um einen zeitverzögerten Parameter. Bis ein Corona-Infizierter verstirbt, vergehen in der Regel mehrere Wochen. Und dann dauert es noch einmal, bis der Todesfall an das RKI übermittelt wird, weshalb die Behörde auf mögliche Nachmeldungen hinweist. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 27.573.585 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

RND/dpa

Mehr aus Gesundheit

 
 
 
 
 
Anzeige
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Outbrain UK Ltd, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen.

 

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzhinweisen.