Schutzmaskenpflicht: Deutsche wollen Regelung nach österreichischem Vorbild

Dresden: Besucher tragen auf dem Wochenmarkt in der Innenstandt Schutzmasken. An diesem Donnerstag öffnet unter verschärften Auflagen und auf größerer Fläche der größte Wochenmarkt der Stadt.

Dresden: Besucher tragen auf dem Wochenmarkt in der Innenstandt Schutzmasken. An diesem Donnerstag öffnet unter verschärften Auflagen und auf größerer Fläche der größte Wochenmarkt der Stadt.

Berlin. Die Mehrheit der Deutschen ist dafür, das Tragen von Schutzmasken zumindest an bestimmten Orten zur Pflicht zu machen. Nach einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur wollen 33 Prozent eine solche Pflicht wie in Österreich auf Supermärkte beschränken. Weitere 21 Prozent meinen, dass generell in der Öffentlichkeit Schutzmasken getragen werden sollten, um der Ausbreitung des Coronavirus entgegenzuwirken. Nur 37 Prozent sind gegen eine Schutzmaskenpflicht, 9 Prozent machten keine Angaben.

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In Österreich hatte die Regierung Ende März das Tragen von Schutzmasken in Supermärkten verordnet. In Deutschland gibt es eine solche Pflicht bisher nur in der thüringischen Stadt Jena. Sie gilt für Geschäfte, Busse, Bahnen und weitere geschlossene Räume inklusive Arbeitsstätten vorerst bis 19. April. Der thüringische Kreis Nordhausen will nach Ostern nachziehen.

Bundesweit gibt es bisher keine entsprechenden Pläne. Unter Experten ist umstritten, inwieweit man sich mit einer Mund- und Nasenmaske selbst und andere vor der Übertragung des Virus schützen kann.

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Halle führt Schutzmaskenpflicht ein

Besucher und Händler des Wochenmarktes in Halle müssen derweil schon von kommendem Dienstag an einen Mundschutz tragen. Eine entsprechende Anordnung kündigte Oberbürgermeister Bernd Wiegand (parteilos) am Samstag an. Wer gegen die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes verstoße, müsse mit einem Bußgeld rechnen.

Zuvor hätten Kontrollen der Behörden ergeben, dass der vorgeschriebene Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Menschen beim Marktgeschehen in der Innenstadt nicht eingehalten wird, begründete Wiegand die Maßnahme. Auch mündliche Ansagen des Ordnungsamts hätten nicht den gewünschten Effekt gebracht. Laut Wiegand waren Ordnungskräfte schon am Samstag unterwegs, um Händler und Kunden zu informieren sowie kostenfrei Schutzmasken auszugeben.

In Dresden müssen Kunden und Händler schon seit einigen Tagen einen Mundschutz tragen, wenn sie auf den größten Wochenmarkt der Stadt wollen. Menschen können eigene Bedeckungen für Mund und Nase mitbringen oder eine nehmen, die vor Ort kostenlos ausgegeben wird, hieß es aus Dresden. In Jena ist es seit 6. April Pflicht, einen Mundschutz etwa in Geschäften oder beim Nutzen von Bus und Bahn zu tragen. Dabei sind auch selbstgenähte Masken erlaubt.

RND/dpa/ka

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