Tänze und Mah-Jongg: So vertreiben sich Coronavirus-Infizierte unter Quarantäne die Zeit

Unter Quarantäne suchen sich viele Menschen in China einen Zeitvertreib im öden Alltag.

Unter Quarantäne suchen sich viele Menschen in China einen Zeitvertreib im öden Alltag.

Wuhan. Coronavirus-Infizierte in Krankenhäusern, Hotels und sogar auch auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ sind von der Außenwelt abgeschlossen. In weiten Teilen Chinas müssen sich Patienten unter Quarantäne langweilen. Vor allem die chinesische Metropole Wuhan ist stark betroffen – sie gilt als Ausgangspunkt des Coronavirus Sars-CoV-2.

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In einem Krankenhaus mit Tausenden Betten für Infizierte haben Krankenhauspersonal und Patienten mit milderen Symptomen auf etwas unkonventionelle Art der Langeweile den Kampf angesagt: Sie versammelten sich zum gemeinsamen Tanz, um fit zu bleiben, wie die staatliche Nachrichtenagentur „China Xinhua News“ in einem Video zeigt.

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Tanzende Patienten unter Quarantäne: Sind die Krankenhausaufnahmen eine Imagekorrektur?

Diese Aufnahme passt gewiss nicht mit dem zusammen, was man sonst aus dem Alltag in Krankenhäusern in Wuhan hört: Chaos, überfordertes Personal und frustrierte Patienten. Solche von staatlichen Medien veröffentlichten Fotos und Videos zeigen wohl bewusst „optimistische Patienten“, die nichts vom Tanzen abhalten könne, wie die Nachrichtenagentur Reuters die Oberschwester Chen Xiaoyan vom Zhongnan-Krankenhaus der Universität Wuhan zitiert.

Mah-Jongg: Männer spielen um Gesichtsmasken

Was aber immer wieder aus Medienberichten hervorgeht: Menschen in China langweilen sich in der Quarantänezeit. Viele begegnen der Situation auf sozialen Netzwerken aber mit Humor: Auf der Twitter-ähnlichen Website Weibo hat eine Mah-Jongg-Partie zwischen vier Männern in China Aufsehen erregt: An sich ist an dem Spiel nichts Aufregendes – es ist ein beliebtes Spiel in China. Doch das Ungewöhnliche an der Partie ist, dass der Wetteinsatz nicht etwa wie gewöhnlich Geld ist, sondern Gesichtsmasken. Tatsächlich sind die Masken im Zuge der Epidemie ein knappes Gut geworden. Das Video zeigt diesen Umstand auf humorvolle Art und Weise.

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Marathon im eigenen Heim: Hobbyläufer läuft 50 Kilometer unter Quarantäne

Viele Menschen bleiben in China auch freiwillig zu Hause, um sich nicht anzustecken. „Um das aushalten zu können, muss man wirklich stark sein – und selbst diese freiwillige Entscheidung kann Menschen an Grenzen führen“, sagt die Psychologin Annette Schlipphak, Vizepräsidentin des Berufsverbandes der deutschen Psychologinnen und Psychologen, im RND-Interview. Der Hobbyläufer Pan Shancu hat einen Weg gefunden, um unter Quarantäne einen sportlichen Ausgleich zu finden: Er lief im Flur seines Zuhauses 6450-mal eine gut acht Meter lange Runde. In vier Stunden, 48 Minuten und 44 Sekunden lief er ganze 50 Kilometer.

Kreuzfahrtschiff unter Quarantäne: Passagiere dürfen frische Luft schnappen

Seit Tagen sind Tausende Menschen wegen des Coronavirus auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ gefangen – das kann für die Psyche sehr anstrengend sein. „Man kann davon ausgehen, dass das für einen Teil momentan eine sehr, sehr, sehr belastende Situation darstellt“, sagte Florian Stoeck, Notfallpsychologe bei der Bremer Polizei. Allerdings könne man das nicht für alle Menschen sagen – das Empfinden einer solchen Situation sei sehr subjektiv.

An Bord des Kreuzfahrtschiffes „Diamond Princess“ können die Passagiere im Gegensatz zu den ersten Tagen unter Quarantäne mittlerweile frische Luft schnappen. Mindestens bis zum 19. Februar sollen die Passagiere des in Japan gestrandeten Schiffes nach Informationen des US-amerikanischen Nachrichtensenders CNN noch unter Quarantäne bleiben. Auch sie spielen Spiele, um die Zeit etwas angenehmer zu gestalten, wie ein Passagier auf Twitter zeigt.

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