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Nach Antisemitismus-Skandal

Kulturministerin Roth fordert Begleitung ausländischer documenta-Kuratoren

24.06.2022, Berlin: Kulturstaatsministerin Claudia Roth bei der Verleihung des Deutschen Filmpreis «Lola» 2022. Roth (Grüne) hat nach dem Skandal um antisemitische Bildmotive auf der „documenta fifteen“ angeregt, ausländische Kuratoren anders zu begleiten.

Kassel, Berlin, Augsburg. Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) hat nach dem Skandal um antisemitische Bildmotive auf der „documenta fifteen“ angeregt, ausländische Kuratoren anders zu begleiten. „Ich glaube nicht, dass die eine Ahnung hatten, was unsere tatsächlich wichtigen historischen Verantwortungen und Sensibilitäten sind“, sagte sie mit Blick auf die indonesische Kuratorengruppe „ruangrupa“ der „Augsburger Allgemeinen“ am Samstag.

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Eröffnung der Documenta Fifteen in Kassel

Die größte zeitgenössische Kunstausstellung in Deutschland ist nach fünf Jahren zurück. Bereits vor der Eröffnung hatte es Antisemitismus-Vorwürfe gegeben.

Die Kunstfreiheit sei eine der wichtigsten, vom Grundgesetz geschützten Freiheiten, betonte Roth. „Aber es gibt eine Grenze der Kunstfreiheit, wenn es zu Antisemitismus, zu Menschenfeindlichkeit und Rassismus kommt.“

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„Die Konsequenz daraus muss sein, dass man sich anschaut: Wer hat die Verantwortung?“, fragte die Kulturstaatsministerin. Sie selbst habe nach ersten Vorwürfen im Januar, die documenta schließe auch antisemitische Werke ein, mit den Kuratoren und mit Künstlergruppen Gespräche geführt. Sie habe der documenta auch Expertinnen und Experten aus Israel und anderen Ländern vorgeschlagen, habe aber nichts bestimmen können, verteidigte sich Roth.

RND/epd

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