„Flatliners“ – Wer tot war, hat mehr vom Leben

Blick ins Jenseits: Die „Flatline“-Skaterin Courtney (Ellen Page) wil das Licht am Ende des Lebens erforschen. Statt Nobelpreis gibt’s das nackte Grauen.

Blick ins Jenseits: Die „Flatline“-Skaterin Courtney (Ellen Page) wil das Licht am Ende des Lebens erforschen. Statt Nobelpreis gibt’s das nackte Grauen.

Hannover. Das Original ist von 1990 und hat es nie in den Kanon der kribbeligen Horrorschätzchen geschafft. Die Story um fünf Medizinstudenten, die mit Nahtoderfahrungen experimentieren, war so aufregend wie zwei Stunden vorm Aquarium und nur ein Hit, weil Julia Roberts mit „Pretty Woman“ kurz zuvor zum Weltstar geworden war. Man hat „Flatliners“ all die Jahre keines zweiten Blickes gewürdigt.

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Gespenster der Vergangenheit kratzen an der Hintertür

Jetzt also die Neuauflage des Dänen Niels Arden Oplev, die ursprünglich ein Sequel werden sollte. Wieder sind da angehende Ärzte, die wissen wollen, was passiert, wenn man tot ist. Ellen Pages Courtney ist die erste, nach 60 Sekunden wird sie wiederbelebt, die anderen steigern die Zeit und warten danach mit (banalen) Talenten auf, vergessenen, oder nie erworbenen. Zugleich wird alte Schuld wachgerufen, Gespenster der Vergangenheit kratzen an der Hintertür.

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Kiefer Sutherland spielt wieder mit, was keine Rolle spielt, weil er diesmal ein anderer Charakter ist als 1990. Das Drehbuch von „Source Code“-Autor Ben Ripley rettet sich mit Repeats über die Runden bis zum frappierend stussigen Ende. Aus dem Lehrstück über Hybris wird ein „Verzeih dir selbst, dann verzeihen dir die anderen“. Nix wie raus hier zum nächsten Aquarium.

Von Matthias Halbig / RND

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