Reeses Einstand am Berliner Ensemble

Constanze Becker in der Inszenierung von „Caligula“.

Constanze Becker in der Inszenierung von „Caligula“.

Berlin. Am Berliner Ensemble hat eine neue Ära begonnen. Nach dem Weggang von Claus Peymann (80) gab der neue Intendant Oliver Reese (53) am Donnerstagabend seinen Einstand. Der vom Schauspiel Frankfurt kommende Reese startete seine erste Spielzeit mit Albert Camus’ „Caligula“ – inszeniert von dem Regieshootingstar Antú Romero Nunes und mit Constanze Becker in der Titelrolle.

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Im Mittelpunkt des Stückes steht der sadistische, von Weltschmerz geplagte römische Herrscher. Es war ein philosophischer und angesichts von heutigen Tyrannen auch ein sehr politischer Abend. Das Premierenpublikum feierte Schauspieler und Regisseur mit langem Applaus.

Der neue Intendant Oliver Reese.

Der neue Intendant Oliver Reese.

Zwei weitere Premieren folgen: Am Freitagabend wird das Beziehungsdrama „Nichts von mir“ des Norwegers Arne Lygre gezeigt. In dem von der Slowenin Mateja Koleznik inszenierten Stück spielen unter anderem Stars wie Corinna Kirchoff, Judith Engel und Anne Ratte-Polle.

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Am Samstagabend bringt Michael Thalheimer Brechts Stück „Der kaukasische Kreidekreis“ auf die Bühne. In der Rolle der Grusche ist die österreichische Schauspielerin Stefanie Reinsperger zu sehen.

Der Neustart an der Volksbühne verläuft derweil holprig: Die britische Rapperin Kate Tempest hat ihr für den 6. Oktober geplantes Konzert abgesagt. Ihr Londoner Management begründete die Absage mit „Drohungen gegen ihre Person“. Die Volksbühne wollte das Konzert mit Chor und Orchester in einem Hangar des stillgelegten Flughafens Berlin-Tempelhof organisieren. Es habe persönliche Drohungen per Mail und über die sozialen Medien gegeben, wird das Management zitiert.

Tempests Name war in den vergangenen Wochen in mehreren Berichten mit der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen) in Zusammenhang gebracht worden. Das ist eine internationale Bewegung, die sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik einsetzt. Tempest hatte 2015 bei der Aktion „Artists for Palestine“ zusammen mit anderen britischen Künstlern erklärt, aus Solidarität mit den Palästinensern keine professionellen Engagements in Israel anzunehmen.

Von dpa/RND

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