Bad Nenndorf / Gitarrenkonzert

David Qualey zum Abschied mit Premiere

David Qualey zieht sich vorerst von der Bühne zurück.

David Qualey zieht sich vorerst von der Bühne zurück.

Bad Nenndorf (jpw). Gesundheitliche Gründe habe das nicht, versicherte der 62-Jährige besorgten Fans auf Anfrage nach seinem Konzert in der St.-Godehardi-Kirche.

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So lag ein Hauch von Wehmut über Qualeys Auftritt, zu dem eine ganze Reihe seiner Fans gekommen waren. Der Künstler selbst ließ sich freilich nichts anmerken. Sein gewohnt vielseitiger, virtuoser Fingerstyle korrespondierte mit den Facetten aus seiner Biographie, die Qualey jedem Titel moderierend dazugibt.

"Opus 20" aus dem Jahr 1973 verleitete ihn gleich zur Eröffnung zu einem Bekenntnis ("Opus 1-19 gibt es nicht"), anschließend wanderte Qualey musikalisch durch sein Leben, schilderte die Momente, Menschen und auch Tiere, die ihn zu Stücken inspirierten: Der "Old rocking chair", geerbt von seiner norwegischen Großmutter, die Komposition für seine schwangere Schwester, seinen Hund oder auch "Silvia's Waltz" für seine Frau.
"Gentle on my mind" – Qualey tut etwas, das er eigentlich nicht so gerne tut: er singt.

Die Art, wie er seine Stimme hinter das Spiel seiner Gitarre zurücktreten, aber auch mit ihr korrespondieren lässt, gefällt dem Publikum. Ein „Wunsch-Konzert“ sollte es werden, Qualey hatte sich zwar Titel auf einen Zettel geschrieben, doch die Zuhörer sollten aus seinem reichhaltigen Repertoire aus vier Jahrzehnten wünschen. „Vincent“, zum Beispiel, eine leichte, ruhige Meditation über Vincent van Gogh, Qualey ließ ein nachspürenden Beatles-Medley folgen.

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Und der Gitarrist muss selbst lachen, als er sein zweites Gesangsstück ankündigt, überdies eine Premiere: „Fly me to the moon“. Mitsamt Gitarre und Stimme trägt es ihn zuammen mit den Zuhörern davon. Klar, dass er nicht ohne mehrere Zugaben von der Bühne kommt, seine „Wheels“, lässt er rollen, viele erinnert der Titel an längst vergangene NDR-Radiosendungen, Qualey erinnert es an seine Mutter – es ist das einizige Stück, das er immer hören wollte, wenn der Sohn zu Besuch kam.

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